VDI Isobionik: Normen für die Bionik

Beispiel für angewandte Bionik: Der Handlingassistent von Festo.

Das Isobionik-Projekt soll nach dem Willen der VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences das Fachgebiet der Bionik als internationales Normungsthema zur Geltung bringen. Dazu will die Gesellschaft weltweit anerkannte Normen erarbeiten, mit denen sich bionische Produkte von denen anderer Fachdisziplinen abgrenzen lassen.

Die Bionik (Biologie und Technik) beschreibt einen interdisziplinären Bereich, der Erfindungen der Natur in technische Entwicklungen überführt. Ausgangspunkt ist dabei oft die Suche nach der Lösung eines technischen Problems im Bereich der Biologie.

In einem ersten Schritt hat das DIN (Deutsches Institut für Normung e.V.) beim zuständigen Normenausschuss Materialprüfung die Gründung eines neuen Technischen Komitees „Biomimetics“ im Rahmen der ISO (Internationale Organisation für Normung) beantragt. Als Normungsgrundlage stehen insgesamt acht VDI-Richtlinien zur Verfügung: Vier sind bereits erschienen, vier weitere erscheinen nach Aussage des VDI im Lauf des Jahres 2011.

Der VDI ruft die Mitarbeiter interessierter Kreise dazu auf, sich an ihre jeweiligen zuständigen nationalen Normungsinstitute zu wenden.

Thomas Günnel, Computer&Automation