SPS IPC Drives 2016 Im Zeichen von Industrie 4.0 und Cyber Security

Cyber Security nun in der praktischen Anwendung.

Auf der SPS IPC Drives in Nürnberg wird zu sehen sein, wie Industrie 4.0 nach mehreren Jahren des Konzipierens und der Prototypen nun in die praktische Anwendung übergeht. Auch die Cyber Security wird ein wichtiger Schwerpunkt der Messe werden.

Die SPS IPC Drives in Nürnberg wird jedes Jahr ein bißchen größer – und nun ist sie ziemlich groß und hat sich zum wichtigsten Treffpunkt der elektrischen Automatisierung entwickelt. Martin Roschkowski, seit Februar 2016 neuer Geschäftsführer des Messeveranstalters Mesago, stellte das kontinuierliche Wachstum der Messe in den letzten zehn Jahren dar: Im Vergleich zum Jahr 2006 verzeichnet die Messe heute etwa 50 Prozent mehr Besucher, 40 Prozent mehr Aussteller und eine um 75 Prozent vergrößerte Ausstellerfläche. Die Zahl von 1600 Ausstellern hat die SPS IPC Drives schon 2014 überschritten. Sie werden in diesem Jahr mit 14 Hallen fast das gesamte Nürnberger Messegelände belegen. Im letzten Jahr drängten über 63.000 Besucher auf die Veranstaltung. Etwa ein Drittel der Aussteller kommt nicht aus Deutschland, wobei Italien, China und die Schweiz in dieser Reihenfolge die stärksten Auslands-Aussteller sind.

Einen thematischen Schwerpunkt haben die Messeveranstalter auch in diesem Jahr auf Industrie 4.0 gelegt. In der Halle 3A wird es wieder die „Industrie 4.0 Area“ mit dem Forum „Automation meets IT“ und dem gleichnamigen Gemeinschaftsstand geben. Der Titel ist zwar gleich, der Fokus hat sich aber von den eher theoretischen Überlegungen weg und hin zu praktischen Anwendungen verschoben. Dr. Peter Adolphs von Pepperl + Fuchs und Vorsitzender des Ausstellerbeirats der SPS IPC Drives erklärte dazu: „Die Welle Industrie 4.0, die bisher von der Industrie und der Wissenschaft ausgelöst und getragen wurde, ist aus meiner Sicht jetzt auch auf die Anwender übergeschwappt.“ Weiter sagte er, dass die Anwendungsbeispiele, die in Halle 3A zu sehen sind, so gewählt sind, dass kleine Schritte erkennbar sind, mit denen man sich evolutionär in Richtung Industrie 4.0 entwickeln kann. Gerade für die Maschinenbauer, die Produkte mit einem langen Zeithorizont entwickeln, ist diese Kontinuität sehr wichtig.

Keine Industrie 4.0 ohne Security

Ebenfalls Teil der Industrie 4.0 Area sind das Forum „Automation meets IT“ und der gleichnamige Gemeinschaftsstand. Ein weiteres Element der Area ist der Stand „Cyber Security“. Hier werden Airbus Defence and Space, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Kaspersky Methoden zur IT-Sicherheit präsentieren.

Zu vielen der vorgetragenen Produktionskonzepte der Industrie 4.0 gehört die drahtlose Kommunikation. Dr. Peter Adolphs verwies zur Untermauerung der Relevanz von drahtloser Kommunikation – und damit auch von Cyber Security – in der Industrie auf die Bemühungen der Telekom, 5G-Systeme zu entwickeln und zu vermarkten, die auf die Anforderungen der Industrie zugeschnitten sind. Informationen aus erster Hand zu diesem Thema liefern elf Aussteller auf dem Gemeinschaftsstand „Wireless in Automation“ in Halle 10. Über Sensorik informieren weitere elf Aussteller auf dem Gemeinschaftsstand des AMA Zentrums für Sensorik, Mess- und Prüftechnik in Halle 4A. „Die Stände hier sind schon ausgebucht und ich gehe davon aus, dass wir sie auch mindestens in den nächsten zwei Jahren auf der Messe sehen werden,“ kommentierte Sylke Schulz-Metzner, Bereichsleiterin bei Mesago, das Interesse an der Sensorik, Mess- und Prüftechnik für die Automatisierung