General Electric auf der embedded world GE präsentiert eigene »Industrie 4.0-Steuerung«

Die »Mini Field Agents« von General Electric dienen zur Vernetzung von Steuerungen, zum edge-computing und dem weiterleiten von Steuerbefehlen aus der Cloud. Sie unterstützen TCP und OPC-UA, arbeiten mit einem 600 MHz ARM A8 und benötigen 250 mA bei 24V DC.
Die »Mini Field Agents« von General Electric dienen zur Vernetzung von Steuerungen, zum edge-computing und dem weiterleiten von Steuerbefehlen aus der Cloud. Sie unterstützen die Protokolle Modbus TCP und OPC-UA, arbeiten mit einem 600 MHz ARM A8 und benötigen 250 mA bei 24V DC.

General Electric wird auf der Embedded World erstmals in Europa sein Industrial Internet Control System IICS vorstellen. Produktionsanlagen werden hier vernetzt, Maschinendaten über edge-computing vorverarbeitet, bevor sie in der Cloud analysiert und als Steuerbefehle wieder zurückkommen.

Laut General Electric bieten traditionelle Systeme zur Maschinensteuerungen einen limitierten Datenzugang an, zumindest gemessen an den heutigen Möglichkeiten. Für den Steuerungsvorgang ist in der Regel das Datenaufkommen nutzbar, was von den Sensoren bzw. vom Benutzer über eine Mensch-Maschine-Schnittstelle an die Steuerung übermittelt wird. Die Datenerhebung findet also auf Maschinen oder Fabriklevel statt. Die Einbindung weiterer Datenquellen ist in den meisten Bestandssystemen nicht vorgesehen und erfordert entsprechend hohen Aufwand.

Die IICS von General Electric (GE) ist auf eine maschinen- bzw. standortübergreifende Vernetzung ausgelegt:  Über im Feld platzierte Embedded PCs, ausgestattet mit CAN-, Ethernet- und WiFi-Schnittstellen und 4G Modem (»Embedded Field Agent Technik«), werden Steuerungen vernetzt, um gleichzeitig die Daten von kompletten Anlagen bzw. verschiedenen Standorten zu erfassen und auch extern bereitgestellte Daten (z.B. über das Internet) in den Steuerungsprozess aufzunehmen. Die Vorverarbeitung der erfassten Daten findet auf den Embedded-PCs statt (edge-computing), die über eine gemeinsame Verbindung an die Cloud angeschlossen sind, wo die weitere Datenanalyse stattfindet. Aus der Datenanalyse werden in der Cloud Steuerbefehle abgeleitet, die an die Steuerungen zurückgehen.

»Big Data lassen wir hinter uns«, sagt General Electrics Entwicklungsleiter am Standort Augsburg. Es müssten auch nicht alle Daten zur Analyse in die Cloud übermittelt werden, wenn die Datenauswertung bereits an der Maschine beginne.

In Europa präsentiert GE das Industrial Internet Control System erstmals auf der Embedded World vom 14. Bis zum 16. März (Halle 3, Stand 543).