Forschung für Industrie 4.0 im neuen FPC Fraunhofer-Forschungszentrum in den Niederlanden eröffnet

Victor van der Chijs, Präsident der Universität Twente, beim Eröffnungsakt des neuen Fraunhofer-Forschungszentrums.
Victor van der Chijs, Präsident der Universität Twente, beim Eröffnungsakt des neuen Fraunhofer-Forschungszentrums.

Ende Januar wurde die Forschungseinrichtung namens FPC des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie an der Universität Twente eröffnet. Drei Kooperationspartner entwickeln dort gemeinsam High-Tech-Systeme für die Industrie 4.0.

»Fraunhofer Project Center for Design and Production Engineering for Complex High-Tech Systems« heißt die neue Forschungseinrichtung an der Universität Twente mit vollem Namen – oder einfach FPC@UT. Neben den Aachener Forschern vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT) wird das FPC auch von Wissenschaftlern der Universität Twente und der Saxion University of Applied Sciences genutzt. Gemeinsam werden hier High-Tech-Systeme gemäß den typischen Anforderungen der Industrie 4.0 entwickelt.

Die ersten Pilotprojekte befassen sich u.a. mit der vorausschauenden Wartung von Produktionsanlagen, der Produktion von piezoelektrischen Mikrosystemen für Lab-on-a-Chip-Anwendungen und der Direktaufbringung von Leiterbahnen im Laserdurchstrahlverfahren. Das im FPC erworbene Fachwissen wird laut IPT der deutschen und der niederländischen Seite zugutekommen, um an dortigen Standorten eine marktorientierte Entwicklung von komplexen Industrie-4.0-Systemen zu beschleunigen. Allein in den Niederlanden sei das Wachstum der High-Tech-Industrie beträchtlich, so das IPT. Der Gesamtjahresumsatz der Branche liegt in den Niederlanden aktuell bei über 27 Mrd. Euro.