Basler Industriekameras Die Zeichen stehen auf Wachstum

Der kürzlich veröffentlichte Geschäftsbericht 2016 des Industriekameraherstellers Basler weist gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum von 14 Prozent und eine Steigerung des Auftragseingangs von 27 Prozent aus. Auch die Anzahl der vom Unternehmen produzierten Kameras stieg deutlich an.

Die Umsatzsteigerung liegt mit 14 Prozent deutlich über dem Wachstum, das der VDMA für die deutsche Industrie für Bildverarbeitungskomponenten mit 4 Prozent veranschlagt. Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete Basler insgesamt 97,5 Mio. Euro und erhielt Aufträge im Volumen von insgesamt 105,4 Mio. Euro. Als eindeutige Wachstumstreiber benannte die Geschäftsführung die Absatzmärkte in China und Korea. In Asien erzielte der Kamerahersteller bis zu 40 Prozent mehr Umsatz als noch im Vorjahr. Damit ist die Region für das Unternehmen zum wichtigsten Markt geworden. In Deutschland stieg der Umsatz ebenfalls überdurchschnittlich an (23 Prozent).

Das Hauptgeschäft wickelte Basler 2016 mit Standard- und Einstiegslevel-Kameras ab. Unter Standardkameras (Mainstream) versteht der Hersteller Geräte mit optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis. Einstiegslevel-Kameras erfüllen die durch eine Anforderung gestellte Anforderung zuverlässig und befinden sich dabei am unteren Ende der Preisskala. Strategisch arbeitet Basler darauf hin, in diesen beiden Segmenten pro Jahr um 15 Prozent zu wachsen und will so bis 2020 über 500.000 Kameras produzieren. 2016 stellte das Unternehmen insgesamt 259.000 Kameras her und damit gute 25 Prozent mehr als noch im Vorjahr (204.000).

Die Belegschaft ist 2016 mit 21 neuen Mitarbeitern nur geringfügig gewachsen. Wie die Geschäftsführung im Geschäftsbericht mitteilt, habe sich das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Einarbeitung der zahlreichen im Jahr 2015 neu eingestellten Mitarbeiter konzentriert und den bereits vor zwei Jahren eingeschlagenen Kurs zur Produktivitätssteigerung konsequent weitergeführt.

Für das kommende Jahr prognostiziert Basler einen weiteren Anstieg des Umsatzes auf 120 bis 130 Mio. Euro.