Young Engineer Award Die Nominierten stehen fest

Das Logo der SPS/IPC/Drives
Im Rahmen der SPS/IPC/Drives wird auch in diesem Jahr der Young Engineer Award verliehen.

Im Rahmen der SPS/IPC/Drives vergibt der Veranstalter Mesago Messemanagement auch dieses Jahr wieder zwei Young Engineer Awards: Einen im Bereich Automatisierung und einen im Bereich Antriebe. Dotiert sind die Preise mit je 1000 Euro.

Zum zweiten Mal verleiht die Mesago Messemanagement GmbH im Rahmen des SPS/IPC/Drives den Young Engineer Award. Prämiert werden die besten Kongressbeiträge junger Ingenieure. Das Kongresskomitee nominierte in diesem Jahr aus den für den Young Engineer Award eingereichten Vorträgen acht Beiträge – diese sind im Kongressprogramm entsprechend gekennzeichnet. Die Gewinner werden im Rahmen des Kogress Get-together am Mittwoch, den 23. November 2011, bekannt gegeben.

Hier die Nominierten aus dem Kongressprogramm im Überblick:

Bahnzugkraft- und Registerkorrelation bei Maschinen mit Non Impact Printing
Mario Göb, Bosch Rexroth Electric Drives and Controls GmbH, Lohr am Main
Die Grundlage für eine gute Registerhaltigkeit bildet beim Non Impact Printing eine konstante Bahnzugkraft und eine konstante Differenzgeschwindigkeit der Materialbahn zu den Bearbeitungseinheiten (z.B. Inkjet-Druckwerk). Für eine ideale Regelung der Bahnzugkraft ist es hierbei sinnvoll, das verkoppelte Mehrgrößensystem kontinuierlicher Fertigungsanlagen zu entkoppeln. Diese Entkopplung widerspricht jedoch im Stand der Technik wiederum der Forderung nach einer konstanten Materialbahngeschwindigkeit an den Bearbeitungseinheiten.

Automatic Deployment of IEC 61499 Function Blocks onto Interconnected Devices
Jens Frieben, Fraunhofer Project Group Mechatronic Systems Design, Paderborn
Deploying IEC 61499 function blocks onto distributed devices can be a time consuming and error prone task for large systems. In our work we present an approach to automatically compute a feasible deployment. To do this, we add new attributes and restrictions to the IEC system. Based on this information, a solver is able to find feasible deployments, which satisfy the given system requirements like end-to-end deadlines. By generating additional routing functionality, this approach can also speed up development process enormously.

Effiziente Methoden zum digitalen Engineering im Maschinen- und Anlagenbau
Peter Stich, Technische Universität München, Garching
Der gestiegene Anteil an Steuerungstechnik in mechatronischen Systemen erfordert innovative Vorgehensweisen zur Beherrschung der Komplexität innerhalb der Entwicklungsprozesse, speziell der Steuerungsentwicklung. In diesem Beitrag werden innovative Methoden des Rapid-Development im Digitalen Engineering dargestellt, mit Hilfe derer Entwicklungsergebnisse frühzeitig interdisziplinär abgesichert werden können. Dazu werden ein funktionsorientiertes Baukastensystem und eine innovative Simulationsmethode auf der Basis von Physikmodellen dargestellt.

Planung und virtuelle Inbetriebnahme von Steuerungen für Intralogistiksysteme
Stephan Seidel, Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen, Dresden
Im Beitrag wird ein Ansatz vorgestellt, die bislang auf Leitebene und Steuerungsebene getrennte Planung und Verifikation intralogistischer Systeme in einer integrierten Verifikationsumgebung zu vereinen. Grundgedanke der Verifikationsumgebung ist, dass die Korrektheit der zu entwickelnden Steuerprogramme schrittweise an einem Referenzmodell überprüft werden kann. Somit erspart sich der Steuerungsentwickler die teuren Testläufe an der realen Anlage in der Inbetriebnahmephase. Erfahrungen beim Einsatz in Kundenprojekten werden vorgestellt.

Hocheffizientes Axial-Hybridmagnetlager für schnelldrehende Maschinen
Harald Sima, Technische Universität Wien, Wien, Österreich
Bei üblichen Magnetlager-Modellierungen, die ausschließlich auf analytischen Modellen oder quasistatischen FE-Betrachtungen beruhen, werden dynamische Effekte wie die Kraftreduktion zufolge auftretender Stromverdrängung nicht berücksichtigt. Diese können jedoch zu einer massiven Reduktion der erzielbaren dynamischen Lagerkraft führen. In dieser Publikation erfolgt eine Modellierung inklusive hysteretischer- und dynamischer Effekte, wodurch die auftretende Kraftreduktion berücksichtigt werden kann.

Steigerung der Energieeffizienz in KMU – Ein Erfahrungsbericht
Dr. Jürgen Welter, KL Technik GmbH & Co. KG, Krailling
Mehrere Nutzerorganisationen und Verbände stellten bereits Konzepte zur Erhöhung der Energieeffizienz von Produktionsanlagen vor. Diese Konzepte wurden in der Regel für die Einsatzbedingungen in mittleren und großen Unternehmen entworfen. Die Randbedingungen bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) unterscheiden sich jedoch insbesondere hinsichtlich der verfügbaren und der betrachteten Ressourcen deutlich. Der Beitrag stellt eine praxisnahe Vorgehensweise zur Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen dieser Größe vor.

Sensorlose Regelung von Synchronmotoren mit Berücksichtigung magnetischer Sättigungseffekte
Thomas Orlik, TU Braunschweig, Braunschweig
Sensorlos geregelte Synchronmotoren sind heute in vielen Anwendungen weit verbreitet. Für höhere Drehzahlen werden Spannungsmodelle verwendet, die auf dem Grundwellenmodell des Motors basieren und magnetische Sättigungseffekte vernachlässigen, obwohl sie einen starken Einfluss auf das Betriebsverhalten des Motors haben. In diesem Beitrag wird ein erweitertes Motormodell mit Berücksichtigung von Sättigungseffekten vorgestellt und ein neues Spannungsmodell zur Lageschätzung abgeleitet. Die Inbetriebnahme wird an einem Servoumrichter durchgeführt.

Anwendung von Delta-Sigma-Konvertern in der Servo-Antriebstechnik
Dr. Alexander Bähr, LTi Drives GmbH, Lahnau
Die erzielbare Regelungsqualität bei Servoreglern hängt entscheidend von der Messung der Zustandsgrößen ab. Hier bietet die Delta-Sigma-Technologie mit digitaler Signalfilterung im FPGA kostengünstige Lösungen mit neuen Möglichkeiten. Im Beitrag wird dargelegt, wie die Messqualität der einzelnen Größen verbessert werden kann und wie die Filterung an das jeweilige Signal anzupassen ist.

Das vollständige Kongressprogramm finden Sie hier.