Hohe Nachfrage für Industriekameras Deutliches Umsatzwachstum bei IDS

Der Industriekamera-Hersteller IDS meldet für das Geschäftsjahr 2016 ein Umsatzwachstum von 14 Prozent und liegt damit klar über den VDMA-Prognosen für die deutsche Bildverarbeitungsindustrie – die selbst deutlich erfolgreicher wirtschaftete als vorausgesagt.

Der hohe Umsatz bei IDS sei der Lohn für die verstärkten Investitionen in das eigene Vertriebsnetz. So sieht es Firmeninhaber Jürgen Hartmann und verweist auf die respektablen Ergebnisse, die in den 2015 eröffneten Vertriebsbüros in Korea und den Niederlanden erzielt wurden. Im Januar 2017 kam eine weitere Niederlassung im Vereinigten Königreich hinzu.


Mit der Umsatzsteigerung von insgesamt 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr lag das Unternehmen aus Obersulm (Heilbronn) noch einmal deutlich über den ohnehin positiven Wachstumsprognosen für die europäische Bildverarbeitungsindustrie. Der VDMA sagte für die Branche eine Umsatzsteigerung von insgesamt 8 Prozent voraus, hob die Prognose aber kürzlich auf 10 Prozent. Für die deutschen Bildverarbeiter geht der Verband für das Jahr 2016 von einem Rekordumsatz von etwa 2,3 Milliarden Euro aus. Als Ursache für diese Entwicklung nennt der VDMA das schnelle Voranschreiten der Industrieautomatisierung, bei der der Bildverarbeitung eine zentrale Stellung zukommt und die sich auch in immer mehr Bereichen jenseits der klassischen Industriefertigung etabliert, zum Beispiel in der Verkehrsüberwachung, der Lebensmittelindustrie oder der Medizintechnik. Ähnlich soll die Entwicklung auch 2017 weitergehen.


Den positiven Ausblick teilen offensichtlich auch die Entscheidungsträger bei IDS. Im letzten Jahr nahm das Unternehmen eine eigene SMD-Bestückungslinie in Betrieb und plant für 2017 die Aufstockung der weltweiten Belegschaft von aktuell 220 Mitarbeitern um etwa zehn Prozent. Platz für das personelle Wachstum wurde am Stammsitz bereits durch weitere Grundstückserwerbe geschaffen, dessen Fläche sich damit verdoppelt hat.