OP-Roboter im Klinikum Nürnberg Da Vinci 4.0

Da Vinci erleichtert Chirurgen und Patienten jede OP.
Da Vinci erleichtert Chirurgen und Patienten jede OP.

Seit September setzt das Klinikum Nürnberg die 4. Generation des OP-Roboters »Da Vinci Surgical System Xi« ein. Der Roboter ist mit einem beweglichen OP-Tisch kombiniert und kommt bei komplexen Operationen zum Einsatz. Er vereint die Vorzüge der offenen und der minimal-invasiven Chirurgie.

Die technischen Mittel der Chirurgie haben sich in den 30 Jahren stark weiterentwickelt. Für viele Operationen stehen heute drei Operationsmethoden zur Verfügung.

Mit einem großen Schnitt wird bei der traditionell offenen Chirurgie die Bauchhöhle oder der Brustkorb geöffnet und während der OP offen gehalten. Der Chirurg steht am Operationstisch, hat von oben Einblick in das Operationsfeld und operiert gemeinsam mit Assistenten. Dabei verwendet er verschiedene Instrumente wie Skalpell, Klemme, Laser- und Klammergerät.

Bei der minimal-invasiven Chirurgie wird stattdessen über eine kleine Öffnung in der Bauchdecke  ein Endoskop mit einer Kamera in den Bauchraum eingeführt, die das Operationsfeld auf einen Bildschirm überträgt. In weiteren kleinen Öffnungen des Bauchraums sind fixe »Rohre« platziert. Sie enthalten feine Instrumente. Der Chirurg betätigt die Instrumente manuell von außen und verfolgt seine Operation dabei am Bildschirm.

Außerdem gibt es den OP-Roboter. Der Chirurg steht nicht mehr am OP-Tisch, sondern sitzt an einer Steuerkonsole. Wenige Meter von ihm entfernt liegt der Patient auf dem Operationstisch, über ihm der bewegliche vierarmige OP-Roboter »DaVinci«. Seine Greifarme mit einer endoskopischen Kamera und Operationsinstrumenten werden durch kleine Schnitte in der Bauchdecke in den Bauchraum eingeführt. Der Chirurg sieht auf dem Bildschirm das Operationsfeld im Körperinnern in 3-D-Optik und in starker Vergrößerung. Seine Handbewegungen an der Konsole werden computergestützt auf die elektronischen Roboterarme übertragen und millimetergenau im Bauch ausgeführt.

Gegenüber der minimalinvasiven Chirurgie hat die Roboter-Chirurgie den Vorteil, dass die Instrumente und die Freiheitsgrade an die menschliche Hand angepasst sind. Dadurch ist die Beweglichkeit erhöht, die Sicht verbessert und die operative Präzision gesteigert. Auch rekonstruktive Eingriffe sind möglich. Die Patienten profitieren von kürzeren OP-Zeiten, geringerem Blutverlust, einer kürzeren Erholungsphase sowie besseren kosmetischen Ergebnissen. Auch die Komplikationsrate nach der Operation ist niedriger.