Deutscher Zukunftspreis 2011 Bundespräsident Wulff stellt Nominierte vor

Deutscher Zukunftspreis
Der Deutsche Zukunftspreis wird am 14. Dezember 2011 vom Bundespräsidenten Christian Wulff vergeben.

Der Bundespräsident Christian Wulff hat auf der IdeenExpo 2011 in Hannover die Nominierten für den diesjährigen Deutschen Zukunftspreis bekannt gegeben. Wer den Preis für Technik und Innovation letztendlich bekommt, entscheidet sich am 14. Dezember 2011.

Mit dem Deutschen Zukunftspreis ehrt Bundespräsident Christian Wulff Menschen, die mit Kreativität, Wissen und Können nach überzeugenden Lösungen für marktfähige Produkte suchen. Wulff: »Mit dem Zukunftspreis sollen auch Mädchen und Jungen motiviert werden, sich für Technik- und Wissenschaftsberufe zu interessieren. Sie sind unsere Forscher und Erfinder von morgen, die wir brauchen, um uns den Herausforderungen einer Gesellschaft mit knapperen Ressourcen zu stellen.«

Drei Projekte rund um Zukunftsthemen

Nominiert wurden in diesem Jahr Projekte rund um die Zukunftsthemen Mobilität, Energiegewinnung und Umwelt- und Ressourcenschonung. Wer letztendlich den Preis für Technik und Innovation vom Bundespräsidenten überreicht bekommt, entscheidet eine Jury am 14. Dezember 2011.

Hier die nominierten Projekte im Überblick:

6D-Vision – Gefahren schneller erkennen als der Mensch
Dr.-Ing. uwe Franke, Dr. rer. nat. Stefan Gehrig und Dr.-Ing. Clemens Rabe von Daimler haben ein Fahrerassistenzsystem entwickelt, mit dem sich Gefahren erkennen und somit Unfälle vermeiden lassen. Mit Hilfe einer Stereokamera und bestimmter Algorithmen werden bewegte Objekte wie Fahrzeuge, Fußgänger oder Fahrradfahrer erkannt und neben deren Position auch ihre Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit ermittelt. Das System sagt das Kollisionsrisiko vorher – auch wenn das Objekt noch teilweise verdeckt ist, z.B. ein von parkenden Autos halb verdecktes Kind.

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6D-Vision – Gefahren schneller erkennen als der Mensch

Das Projekt '6D-Vision - Gefahren schneller erkennen als der Mensch' ist für den Deutschen Zukunftspreis nominiert.

Organische Elektronik – mehr Licht und Energie aus hauchdünnen Molekülschichten
Den Wissenschaftlern um Prof. Dr. rer. nat. Karl Leo, Dr. rer. nat. Jan Blochwitz-Nimoth und Dr. rer. nat Martin Pfeiffer von der TU Dresden ist es gelungen, organische Halbleiter als hauchdünne Schicht auf unterschiedlichste Materialien aufzubringen und so den Energiebedarf der Anwendung drastisch zu reduzieren. Diese Technologie windet in einer neuen Generation von Flachbildschirmen, stromsparender Beleuchtung oder in flexiblen Solarzellen (OSC) Anwendung.

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Deutscher Zukunftspreis 2011: Organische Elektronik – mehr Licht und Energie aus hauchdünnen Molekülschichten

Die Gewinner des Deutschen Zukunftspreis 2011

Geballtes Sonnenlicht effizient genutz
Hansjörg Lerchenmüller, Dr. rer. nat. Andreas W. Bett und Dr. rer. nat. Klaus Dieter Rasch von Soitec entwickelten ein Solarmodul, dessen Wandlungswirkungsgrad mehr als doppelt so hoch wie der gängiger Fotovoltaikmodule ist. Dazu sammeln Fresnel-Linsen ds Sonnenlicht und konzentrieren es auf winzige Mehrfachsolarzellen.

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Geballtes Sonnenlicht – effizient genutzt

Die Dritten im Bunde der Nominierten für den Deutschen Zukunftspreis 2011

Im letzten Jahr ging der Deutsche Zukunftspreis an Festo. Sie konnten sich mit ihrem Handling-Assistenten in Form eines Elefantenrüssels durchsetzen.