Autonomer Roboter: Bob sorgt im Büro für Sicherheit

Mit Bob stellt G4S für drei Wochen einen autonomen Roboter der University of Birmingham als auszubildenden Sicherheitsbeauftragten ein. Als Teil des Projekts STRANDS wird mit Bob zum ersten Mal ein autonomer Roboter in einem Büroumfeld mit einem Job beauftragt.

Der von der University of Birmingham entwickelte Roboter übernimmt in seinem neuen Arbeitsumfeld verschiedene Aufgaben wie das Sauberhalten von Schreibtischen oder Schließen von Türen. Mit Hilfe von Kameras und Scannern ist Bob in der Lage, Karten von seiner Umgebung zu erstellen. Das Identifizieren von Objekten und menschlichen Bewegungen macht die Navigation des Roboters in seinem ­Arbeitsumfeld möglich. Informationen über seine Umgebung und Veränderungen derselben werden von Bob kon­tinuierlich erfasst. So weiß der auto­nome Roboter beispielsweise, ob er seiner Docking Station einen Ladebefehl geben muss und ob Notausgänge frei oder versperrt sind. Bob sei aufgrund seiner gut ausgeprägten Fähigkeit, seine Umgebung zu überwachen, für eine Anstellung im Sicherheitsdienst gut geeignet, findet Dr. Nick Hawes von der School of Computer Science an der University of Birmingham. Bob ist der erste in einem solchen Umfeld eingesetzte Roboter, dem ein realer Job anvertraut wird.

Mit dem Projekt STRANDS entwickeln europäische Forscher, darunter auch Forscher der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, intelligente und unabhängige Roboter, die in realen Umgebungen zurechtkommen sollen. G4S versucht dabei, die wissenschaftliche Forschung zu begleiten und die Entwicklung der Roboter an die zukünftigen Bedürfnisse der Industrie anzupassen. „Das Projekt STRANDS wird keinen Roboter produzieren, der Menschen ersetzen kann“, so David Ella, Marketingbeauftragter des Unternehmens G4S. „Wofür er gemacht wurde, ist die Unterstützung des Sicherheitspersonals.“

Im Rahmen des Projekt STRANDS wird in Österreich zeitgleich ein weiterer autonomen Roboter eingesetzt: Werner. Im Haus der Barmherzigkeit in Wien wird der Roboter dabei ähnliche Auf­gaben übernehmen. Dass er jedoch zusätzlich Spiele mit den Bewohnern des Heimes spielen wird, um das ­Vertrauen zwischen Mensch und ­Maschine zu festigen, unterscheidet Werner von Bob.