Messe Automatica-Aussteller hoffen auf Besucherrekord

Montage- und Handhabungstechnik in der Produktion sowie Robotik sind die Schwerpunkte der Automatica, die derzeit in München stattfindet. Neu ist in diesem Jahr das Gebiet der Service-Robotik.

Gestern öffnete in München die Automatica ihre Tore. Sie findet noch bis zum Freitag, den 05.06.2014 statt. Offiziell eröffnet wurde die Messe von Neelie Kroes, der Vize-Präsidentin der Europäischen Kommission.
Die Stimmung unter den Ausstellern ist von Optimismus geprägt. Das liegt an der guten Auftragslage der Branche, die sich auch auf der Messe widerspiegelt: Sowohl die Zahl der Aussteller wie auch die belegte Fläche der im Zwei-Jahres-Turnus stattfindenden Messe stiegen um 7 Prozent gegenüber 2012. In Zahlen sind das 730 Aussteller aus 42 Ländern und 55.000 m² Ausstellungsfläche.

Die Automatica unterscheidet sich von anderen Messen, auf denen ebenfalls Automatisierungstechnik ausgestellt wird, durch ihre Schwerpunkte. Während die SPS IPC Drives in Nürnberg das gesamte Ökosystem der Automatisierung umfasst und die Hannover-Messe einen starken Schwerpunkt im Maschinen- und Anlagenbau hat, so stammen auf der Automatica in München die meisten Aussteller (227) aus dem Bereich Montage- und Hanhabungstechnik. Ebenso stark, mit 209 Firmen und dominanten Exponaten sind die Roboterhersteller vertreten. Der Rest verteilt sich auf industrielle Bildverarbeitung (44) und Antriebstechnik (41 Aussteller).

 

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Automatica 2014

Die Automatica 2014 wurde von Neelie Kroes, Vize-Präsidention der EU-Kommission eröffnet. Gleichzeitig ging das EU-Förderprogramm SPARC für Robotik an den Start.

Bezüglich des Besucherinteresses und der Zielgruppen sind die stärkste Branchen, auf die die Automatica zielt: Automobilbau und -zulieferer, Elektro- und Elektronikindustrie sowie die Metallverarbeitende Industrie. 

Neuer Schwerpunkt Service-Robotik

Wie schon aus den Ausstellerzahlen hervorgeht, ist die Robotik ein Hauptschwerpunkt der Automatica. Roboter spielen auch in der Industrie 4.0 eine bedeutende Rolle. Aus diesem Anlass befindet sich in Halle A5 eine Sonderschau »Smart Factory«. Hier ist u.a. ein Demonstrator der TU München installiert, der zeigt, wie Roboter verschiedener Firmen an verschiedenen Standorten miteinander kommunizieren. Die Besucher können sich aus dem kostenlosen Besucher-WLAN eine App herunterladen, mit der sie dann die Produktion eines Flaschenöffners steuern und die Kommunikation der Roboter beobachten können.

Mit »Service-Robotik« hat die Automatica einen neuen Ausstellungsbereich erhalten, der den Blick in die Zukunft lenkt. Hier geht es um Roboter, die Hilfsdienste auch außerhalb der Industrie verrichten. Auf der Automatica soll der Schwerpunkt aber auf professionellen Service-Robotern liegen, die beispielsweise in der Medizintechnik oder der Logistik eingesetzt werden.