Kollaborative Robotik Anwendungsbeispiele, Robotertypen, Wirtschaftlichkeit

Die kürzer werdenden Produktionszeiten und die Forderung nach schnell umrüstbaren Fertigungslinien ist womöglich ein Problem für die traditionellen Fertigungsroboter. Kollaborative Roboter sind zwar langsamer, aber dafür deutlich flexibler.

Kollaborative Robotik wird als ein wichtiges Element der Industrie 4.0 angesehen. Das grundlegende Annahme dahinter ist, dass der Mensch und der Roboter jeweils ihre eigenen Stärken mitbringen. Aufgabe der kollaborativen Robotik ist es, diese Stärken für die Erledigung von Arbeitsschritten zusammen zu bringen. Der Vorteil für ein produzierendes Unternehmen ist laut Phil Crowther von ABB Robotics, dass es über kollaborative Arbeitsplätze qualitativ hochwertigere Produkte mit weniger Ressourcen produzieren könne. Außerdem seien solche Arbeitsplätze flexibler und böten den Mitarbeitern ein komfortableres Arbeiten.

Mit klassischen Fertigungsrobotern sind solche Szenarien nicht möglich. Sie wurden für die effiziente Erledigung von monotonen Arbeitsschritten entwickelt und sind nicht mit Sensorik zur Umgebungserfassung ausgestattet. Zur Gewährleistung der Arbeitssicherheit sind in der Regel bauliche Maßnahmen erforderlich (Schutzzaun), was eine effiziente Zusammenarbeit mit einem Werksarbeiter erschwert. Kollaborative Roboter (Cobots) benötigen integrierte Sicherheitskomponenten und müssen sich in kurzer Zeit für neue Aufgaben konfigurieren lassen. Obwohl dafür viel zusätzliche Sensorik und recht komplexe Software nötig ist, müssen Cobots heute nicht unbedingt viel teurer als vergleichbare Fertigungsroboter sein.

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Kollaborative Roboter

Fester Bestandteil der Industrie 4.0.

Kollaborative Roboter werden mittlerweile von vielen namhaften Unternehmen hergestellt. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig und die zur Entwicklung notwendigen Komponenten und Entwicklungswerkzeuge sind so weit ausgereift, dass auch Start-Ups solche Projekte stemmen können. Einen Überblick dazu liefert Ihnen die Bilderstrecke.