Akquise ZF übernimmt TRW

Dr. Stefan Sommer, ZF-Vorstandsvorsitzender:e: „TRW fügt sich hervorragend in unsere langfristige Strategie ein. Die Transaktion führt zwei erfolgreiche Unternehmen zusammen, die sich durch eine bemerkenswerte Innovations- und Wachstumsbilanz und eine solide Finanzlage auszeichnen. Wir verbessern unsere Zukunftsaussichten weiter, indem wir unser Produktportfolio in äußerst attraktiven Segmenten erweitern.“
Dr. Stefan Sommer, ZF-Vorstandsvorsitzender:"Die Übernahme von TRW führt zwei erfolgreiche Unternehmen zusammen, die sich durch eine bemerkenswerte Innovations- und Wachstumsbilanz und eine solide Finanzlage auszeichnen."

Jetzt ist es amtlich: ZF Friedrichshafen schluckt TRW Automotive. Beide Unternehmen haben eine verbindliche Vereinbarung unterzeichnet.

Mit der Übernahme von TRW durch ZF wird das vereinte Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von etwa 30 Milliarden Euro Gesamtumsatz und 138.000 Mitarbeitern zu den global führenden Automobilzulieferern zählen und die Position 2 hinter Bosch im Ranking der Top-Tier-1 einnehmen.

Beide Unternehmen haben sich in stark wachsenden Segmenten etabliert, die von den Trends Kraftstoffeffizienz, erhöhte Sicherheitsanforderungen und autonomes Fahren profitieren. Weltweit belaufen sich die gemeinsamen Investitionen in Forschung und Entwicklung (Gesamtaufwand für Engineering inklusive F&E, bezogen auf das Geschäftsjahr 2013) auf rund 1,5 Milliarden Euro (etwa 2,1 Milliarden US-Dollar), wodurch ZF eine weltweit führende Rolle in der Forschung und Entwicklung einnimmt.

Der Hauptsitz von ZF wird weiterhin in Friedrichshafen sein. TRW wird als separate Division in ZF integriert. Bisher wurden noch keine Entscheidungen über Zuständigkeiten in der Geschäftsführung für den TRW-Bereich getroffen. Die Unternehmen beabsichtigen, ausgewogene Integrationsteams aus Mitarbeitern beider Unternehmen einzusetzen, um eine nahtlose Integration sicherzustellen und das gemeinsame Unternehmen für ein beschleunigtes Wachstum gut aufzustellen. Zugleich sollen auf diese Weise potenzielle Herausforderungen für Mitarbeiter und Kunden bewältigt werden. Da die beiden Unternehmen einander ergänzen, wird das Hauptaugenmerk auf Wachstum liegen, während Kostensynergien vor allem durch eine verbesserte Position beim Einkauf oder in verbesserten Prozessen entstehen könnten.

Die Transaktion wurde konservativ finanziert. ZF hat feste Finanzierungszusagen von der Citigroup und der Deutschen Bank erhalten und bleibt seiner konservativen Finanzpolitik verpflichtet. Dank des Wachstums und Cashflow des vereinten Unternehmens will ZF den Verschuldungsgrad in den kommenden Jahren wieder erheblich reduzieren. Die Transaktion unterliegt einer Reihe von üblichen Vollzugsbedingungen. Dazu zählen die Genehmigung durch den US-Ausschuss für ausländische Investitionen, die kartellrechtliche Freigabe und die Zustimmung von TRW-Aktionären, die mehr als 50 Prozent der ausstehenden Aktien repräsentieren. ZF geht davon aus, dass die Transaktion im ersten Halbjahr 2015 abgeschlossen sein wird.