Pkw-Neuzulassungen Wachstumsanalyse im Privatmarkt

Private Autokäufer, die 2013 die Marke gewechselt haben.
Private Autokäufer, die 2013 die Marke gewechselt haben.

Nach Untersuchungen des Marktanalysten Dataforce wurden in Deutschland bis einschließlich September 84.598 weniger Neuwagen zugelassen als im gleichen Zeitraum 2012. Fünf Marken gelang es dennoch, eine positivere Entwicklung zu verzeichnen als im letzten Jahr.

Mit 44 Prozent Zuwachs steht Ford an der Spitze dieser Marken. Der Automobilhersteller hat es dieses Jahr zum Beispiel geschafft, 59 Prozent der Kunden, die ihren Ford abgegeben haben, wieder für ein neues Modell zu begeistern. Zusätzlich kommen sechs Prozent der neuen Ford-Kunden von Opel sowie fünf Prozent von Volkswagen. 

Seat steht an zweiter Stelle der Gewinner. Die Spanier konnten 22 Prozent mehr Fahrzeuge neu zulassen als im Vorjahr. Auch Skoda wächst weiter mit acht Prozent Zuwachs im Privatmarkt, gefolgt von Kia (3 %) und Dacia (1 %). Seat und Skoda wachsen vornehmlich durch Kunden, deren vorheriges Fahrzeug von der Konzernmutter Volkswagen kam. Der Anteil der Seat-Fahrer, deren vorheriges Fahrzeug ein VW war, liegt dieses Jahr bei 17 Prozent und bei Skoda bei 18 Prozent. Natürlich wachsen viele junge Marken durch die Muttergesellschaft. Das ist auch bei Dacia der Fall. Bei 16 Prozent der Kunden war das vorherige Fahrzeug ein Renault.

Kia überzeugt wie Ford die meisten ehemaligen Fahrer von Opel und Volkswagen von sich. Bei einem so hohen Bestandskundenanteil von VW und Opel ist das allerdings völlig normal. Neben den vielen loyalen Kunden, wechseln einige Fahrer hin und her. So gewinnt Volkswagen insgesamt beispielsweise die meisten wechselnden Kunden. Gut sieht es auch für Hyundai aus: Die Marke liegt dieses Jahr im Privatmarkt zwar ebenfalls unter dem Vorjahresabsatz, hat allerdings bereits 1.715 Kunden von VW erobert, selbst aber nur 350 Kunden abgegeben.