"Zukunftspakt" mit weniger Mitarbeitern Volkswagen spart bis zu 23.000 Stellen ein

Personalvorstand Dr. Karlheinz Blessing, Vorstandsvorsitzender Dr. Herbert Diess, Konzernvorstandsvorsitzender Matthias Müller, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil bei der Bekanntgabe des Zukunftspakts der Marke Volkswagen (vlnr).
Personalvorstand Dr. Karlheinz Blessing, Vorstandsvorsitzender Dr. Herbert Diess, Konzernvorstandsvorsitzender Matthias Müller, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil bei der Bekanntgabe des Zukunftspakts (vlnr).

Vorstand und Gesamtbetriebsrat von Volkswagen haben in Wolfsburg nach Verhandlungen einen Zukunftspakt unterzeichnet. Er leitet die Rückkehr der Marke Volkswagen auf einen profitablen Wachstumskurs ein. Letztendlich bedeutet der Pakt aber einen erheblichen Stellenabbau.

Das Programm für die deutschen Standorte mit rund 120.000 Mitarbeitern soll die Wettbewerbsfähigkeit der Marke Volkswagen deutlich verbessern und das Unternehmen zukunftsfest machen. Der Konzern will die Voraussetzungen für den Wandel vom reinen Automobilhersteller zum Mobilitätsdienstleister im Rahmen von Digitalisierung und zunehmender Elektromobilität schaffen. Im Mittelpunkt der Strategie steht eine Neuorientierung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Bereits 2020 will die Marke Volkswagen völlig neu aufgestellt sein. Das bedeutet in erster Linie einen Stellenabbau in konventionellen Bereichen – nämlich 23.000 wegfallende Arbeitsplätze. Diese sollen “sozialverträglich” abgebaut werden, wie der Vorsitzende des Markenvorstands, Dr. Herbert Diess, betonte.

Zugleich wollen die Wolfsburger in Zukunftsfeldern neue Beschäftigungsverhältnisse aufbauen. Konkret soll der Zukunftspakt bis zum Jahr 2020 zu einem positiven Ergebniseffekt in Höhe von 3,7 Milliarden Euro jährlich führen; davon entfallen 3,0 Milliarden Euro auf die deutschen Standorte. Die dort geplanten Investitionen in Zukunftsthemen belaufen sich in den kommenden Jahren auf insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro. Damit verbunden ist ein Personalaufbau von 9.000 Stellen.