Studie Markt für Head-up-Displays soll bis 2020 rasant wachsen

Head-up-Displays projizieren Informationen direkt ins Blickfeld des Fahrers.
Head-up-Displays projizieren Informationen direkt ins Blickfeld des Fahrers.

Weltweit waren 2012 nur rund 1,2 Millionen Fahrzeuge mit einem Head-up-Display (HUD) ausgerüstet. Diese Zahl soll sich bis 2020 auf über neun Millionen erhöhen. Bislang hat Japan die höchste Ausstattungsrate, doch Europa wird laut einer IHS-Studie in den nächsten Jahren die Führung übernehmen.

GM setzte zwar schon 1988 die in Kampfflugzeugen erprobte HUD-Technik zum ersten Mal in einem Auto ein, doch wirklich durchsetzen konnten sich diese Anzeigesysteme bisher nicht. Immerhin bieten inzwischen Zulieferer wie Continental, Delphi oder Densi entsprechende Systeme an, und zumindest in der automobilen Oberklasse etwa von Audi, BMW und Mercedes sind HUDs als Ausstattungsoption erhältlich. Insgesamt waren jedoch nur zwei Prozent aller im Jahr 2012 verkauften Autos mit einem solchen System ausgerüstet. Eine Studie von IHS Automotive prognostiziert für 2020 einen deutlichen Anstieg auf rund neun Prozent, was über neun Millionen Fahrzeugen weltweit entspricht.

Hauptgründe für das angenommene Wachstum sind neben einer verbesserten Technik vor allem die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten für HUDs. Längst projizieren diese nicht mehr nur Basisinformationen wie Geschwindigkeit oder Warnhinweise auf die Windschutzscheibe, sondern weisen mit Hilfe eines Navigationssystems den Weg oder blenden die Statusinformationen von Assistenzsystemen ein. Die IHS-Marktforscher gehen deshalb davon aus, dass HUDs nun auch Einzug in die automobile Mittelklasse halten werden.