ZF im Jahr 2016 Gewinn gesteigert, Schulden verringert

ZF Friedrichshafen blickt auf ein erfolgreiches Geschaftsjahr 2016.
ZF Friedrichshafen blickt auf ein erfolgreiches Geschaftsjahr 2016.

ZF Friedrichshafen kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurückblicken. Insgesamt wuchs der Konzernumsatz um 20,6 Prozent auf 35,2 Milliarden Euro – nicht zuletzt durch die Fusion mit TRW, wobei 2016 auch die Schulden der Übernahme um 1,6 Millarden Euro verringert werden konnten.

Im Mai 2015 fusionierte ZF Friedrichshafen mit dem Automobilzulieferer TRW. Im Berichtsjahr 2016 floss dadurch erstmals ganzjährig der Umsatz der heutigen Division Aktive & Passive Sicherheitstechnik in den ZF-Konzernumsatz ein. Das Ergebnis: Der Umsatz stieg um 20,6 Prozent auf 35,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr – einschließlich der TRW-Umsätze für das Gesamtjahr 2015 – verbesserte sich der Umsatz um 2,2 Prozent. Das organische Wachstum ohne Wechselkurseffekte sowie Kauf- und Verkaufsaktivitäten lag bei 4,2 Prozent.

Die bereinigte EBIT-Marge kletterte um einen Prozentpunkt auf 6,4 Prozent und der bereinigte Free Cashflow summierte sich auf 2 Milliarden Euro. Dadurch konnte die ZF einerseits die Schulden aus der TRW-Übernahme um 1,6 Milliarden Euro abtragen und andererseits seine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf 2 Milliarden Euro erhöhen. Kein Wunder, dass ZF für das kommende Geschäftsjahr optimistische Erwartungen hat: 2017 soll ein Umsatz von rund 36 Milliarden Euro und eine bereinigte EBIT-Marge von über 6 Prozent erzielt werden.

Besonders bei PKW-Automat-Getrieben und in der Sicherheitstechnik stiegen die Automotive-Umsätze von ZF im letzten Jahr leicht an. Dagegen wuchs der Umsatz in der Industrietechnik mit 16,7 Prozent deutlich. Zurückzuführen lässt sich das Wachstum vor allem auf den Zukauf der Windkraft- und Industriegetriebesparte von Bosch-Rexroth sowie auf deutlich gestiegene Umsätze im Geschäftsfeld Windkraft. Somit erhöht sich der Umsatzanteil der Industrietechnik um acht Prozent.