Mobilitätskonzept in Japan Daimler präsentiert BRT-System mit eigener Ampelschaltung

Nachhaltiges Transportkonzept im öffentlichen Nahverkehr für Japan.
Nachhaltiges Transportkonzept im öffentlichen Nahverkehr für Japan.

Mercedes-Benz und Fuso haben ein Nachverkehrskonzept vorgestellt, bei dem Linienbusse auf ihnen vorbehaltenen Spuren, mit separaten Haltestellen und eigener Ampelschaltung für verlässliche innerstädtische Mobilität sorgen. Im Detail sieht das folgendermaßen aus.

Tokio wird 2020 die Olympischen Sommerspiele austragen. Daher ist das Interesse an intelligenten Mobilitätsdienstleistungen in der japanischen Hauptstadt besonders ausgeprägt. Um dieser Herausforderung zu begegnen haben Mercedes-Benz und Fuso das Bus-Rapid-Transit-System (BRT) vorgestellt.

Das BRT-Expertenteam von Daimler Buses unterstützt nicht nur weltweit bei der Entwicklung von Flottenkonzepten, sondern unterstützt Städte und Betreiber auch bei der Planung und Einführung eines für sie maßgeschneiderten Gesamtsystems. Basierend auf umfassenden Verkehrsanalysen werden Konzepte zur Optimierung des öffentlichen Verkehrs unter Berücksichtigung optimaler Zugangsmöglichkeiten, Systemauslastung und Wirtschaftlichkeit erarbeitet. Dabei sind Lösungen, wie individuelle Linienführungen, Taktzeiten und getrennte Busspuren. Darüber hinaus entwickeln Verkehrsplaner Haltestellen- und Ticketing-Konzepte  zur Sicherung eines optimalen Fahrzeug- und Passagierflusses.

 
Insgesamt sorgen weltweit rund 180 BRT-Systeme mit einer Flotte von 40.000 Bussen für den Transport von 30 Millionen Passagieren pro Tag. Neben dem Alltagseinsatz hat sich das Konzept insbesondere im Zusammenhang mit Großereignissen bewährt: So setzten neun der zwölf brasilianischen WM-Austragungsorte auf diese Art der öffentlichen Mobilität.
 
Kommunen überzeugt, dass in der Regel sowohl Bau- als auch Unterhaltungskosten von BRT-Anlagen günstiger sind als diejenigen anderer Verkehrsmittel mit vergleichbarer Transportkapazität. Zudem lassen sich Busschnellwege rascher errichten als Trassen für Straßen- oder U-Bahnen. Die für das System typischen barrierefreien Haltestellen vereinfachen den Einstieg auch für Personen mit eingeschränkter Mobilität. Schließlich verringert ein Vorab-Fahrscheinverkauf die Wartezeit und trägt so zusätzlich zur Attraktivität für Betreiber wie Passagiere bei.