Neues Forschungszentrum Bosch investiert in indische Standorte

Am Standort Bangalore hat Bosch insgesamt 10.500 Beschäftigte, hauptsächlich in der Dieselfertigung und Softwareentwicklung.
Am Standort Bangalore hat Bosch insgesamt 10.500 Beschäftigte, hauptsächlich in der Dieselfertigung und Softwareentwicklung.

Die Bosch-Gruppe will rund 160 Millionen Euro in die Erweiterung ihrer Standorte in Indien investieren. Dies gab das Unternehmen bei der offiziellen Eröffnung des neuen Bosch-Forschungszentrums in Bangalore bekannt.

Das Research and Technology Center (RTC) Bangalore ist fokussiert auf die Entwicklung vernetzter Technologien für das Internet der Dinge und Dienste. Weitere Schwerpunkte sind Methoden und Tools für den effizienten Entwurf softwareintensiver Systeme sowie die Bildverarbeitung (Image Processing). Das Forschungszentrum ist Teil des zweitgrößten Entwicklungsstandorts der Bosch-Gruppe mit insgesamt 10.500 Forschern und Entwicklern. Ein Beispiel für die Stärke der lokalen Entwicklung ist die für den indischen Markt entwickelte Motorsteuerung für Zweiräder, die es inzwischen auch in Europa gibt.

Bereits in den vergangenen zwei Jahren verstärkte die Bosch-Gruppe ihre Präsenz in Indien. Im Jahr 2013 eröffnete die Tochtergesellschaft Bosch Rexroth ein neues Werk in Ahmedabad. Zudem baute das Unternehmen, das laut eigenen Angaben in Indien der größte Automobilzulieferer ist, seine Fertigung von Kraftfahrzeugkomponenten in Chennai aus. Ebenfalls in Chennai errichtet Bosch und Siemens Hausgeräte derzeit ein eigenes Werk. Im Jahr 2012 hatte Bosch eine neue, größere Fertigung für Verpackungstechnik in Verna sowie eine Produktionsstätte für Heizsysteme in Kumbalgodu eröffnet. Eine Dieselfertigung wird bis 2015 von Adugodi im Zentrum von Bangalore auf ein größeres Gelände in das rund 30 Kilometer entfernte Bidadi verlegt. Der bestehende Standort Adugodi wird künftig für Verwaltungszwecke sowie für Forschung und Entwicklung genutzt.