Freie Flächen als Stellplätze aktivieren ADAC und Bosch beenden Lkw-Parkplatznot

Christoph Walter, Vorsitzender der Geschäftsführung beim ADAC TruckService (l.) und Dr. Jan-Philipp Weers, Leiter von Bosch Secure Truck Parking unterzeichnen strategische Partnerschaft, um mehr Parkplätze für Lkws zu sorgen.
Christoph Walter, Vorsitzender der Geschäftsführung beim ADAC TruckService (l.) und Dr. Jan-Philipp Weers, Leiter von Bosch Secure Truck Parking unterzeichnen strategische Partnerschaft, um mehr Parkplätze für Lkws zu sorgen.

Eine Allianz gegen den Lkw-Stellplatzmangel sind der ADAC TruckService und Bosch Service Solutions eingegangen. Die Partner rufen Unternehmen dazu auf, zugangsbeschränkte Flächen in der Nähe von Autobahnen und Bundesstraßen als sichere Lkw-Parkplätze zugänglich zu machen.

Allein in Deutschland fehlen nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums 14.000 Lkw-Stellplätze Tendenz stark steigend. Der Mangel, vor allem an gesicherten Parkmöglichkeiten hat Konsequenzen: Nach Informationen der (Transported Asset Protection Association Europe (TAPA EMEA) beläuft sich der Gesamtschaden durch Frachtdiebstahl in Europa auf über 16 Milliarden Euro jährlich. Hierbei wollen der ADAC TruckService und Bosch Service Solutions Abhilfe schaffen.

Dabei prüft der ADAC TruckService, ob sich ein Areal eignet und organisiert als zentraler Ansprechpartner für Interessenten in Europa die Sicherheitsausstattung und die Anbindung von Arealen an die kürzlich gelaunchte Buchungsplattform »Bosch Secure Truck Parking«.

Das Bosch-Sicherheitsparken funktioniert nach dem Sharing Economy-Ansatz und ähnlich wie eine Hotelbuchungsplattform. Unternehmen können beispielsweise Firmenparkplätze oder Speditionshöfe auf dem Portal einstellen. Eine App informiert Disponenten und Fahrer über freie Stellplätze und deren Ausstattungsmerkmale. Insbesondere das Security-Ranking gibt detailliert Auskunft über die Sicherheitseinrichtungen eines Parkplatzes. Die Reservierung ist kostenlos und die Höhe der Parkgebühren bestimmt der Besitzer des Areals. Bezahlt wird auf Rechnung. Die Gebühren werden am Monatsende mit der Spedition online abgerechnet, der Fahrer muss also kein Bargeld mitführen.