Finanzkennzahlen Absatz- und Gewinnwachstum für deutsche OEMs

Dank eines leicht anziehenden europäischen Absatzmarktes und einer anhaltend guten Entwicklung in China verspricht das Jahr 2014 abermals ein Rekordjahr für die deutsche Automobilindustrie zu werden.

Umsatzstärkster Autokonzern der Welt war im ersten Quartal mit 47,8 Milliarden Euro wie im Vorjahr Volkswagen – dicht gefolgt von Toyota. Beflügelt vom schwachen Yen konnte der japanische Autokonzern seinen Umsatz um 13 Prozent auf 46,3 Milliarden Euro steigern, Volkswagen nur um 3 Prozent. Beim Absatz hatte Toyota mit knapp 2,6 Millionen verkauften Fahrzeugen die Nase vorn, vor General Motors (2,4 Millionen) und Volkswagen (2,3 Millionen). Das sind Ergebnisse einer Analyse der Finanzkennzahlen der 16 größten Autokonzerne der Welt, die die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young quartalsweise erstellt.

Während Volkswagen seine Spitzenposition beim Umsatz behaupten konnte, bleibt Toyota beim Gewinn an der Spitze der Rangliste – trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs um 26 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Den zweiten Platz im Gewinnranking belegt Volkswagen mit 2,9 Milliarden Euro – ein Anstieg um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Den stärksten Gewinnanstieg aller Autokonzerne konnte Daimler vorweisen: um 95 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Der schwäbische Autokonzern verbesserte sich damit im Ranking vom siebten auf den vierten Platz. Den dritten Platz behauptete BMW mit einem Quartalsgewinn von 2,1 Milliarden Euro.

In den vergangenen Jahren konnten die deutschen Autobauer vor allem in China ihren Absatz massiv steigern: Von 2009 bis 2013 hat sich die Zahl der in China verkauften Pkws von 1,6 auf 3,7 Millionen mehr als verdoppelt. Der Gesamtmarkt wuchs im gleichen Zeitraum „nur“ um 74 Prozent, der Marktanteil der deutschen Autobauer stieg entsprechend: von 15,1 Prozent im Jahr 2009 auf 20,5 Prozent im Jahr 2013. Im ersten Quartal dieses Jahres erreichte er den Rekordwert von 21,8 Prozent. Gut jeder fünfte in China verkaufte Neuwagen stammt also von einem deutschen Autobauer.

Auf dem zweitgrößten Absatzmarkt der Welt, den USA, kamen die deutschen Autobauer hingegen kaum voran: Die Zahl der von deutschen Autokonzernen verkauften Pkws stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1 Prozent – der Gesamtmarkt wuchs ebenfalls um 1 Prozent. Der Marktanteil der deutschen Autobauer lag bei bescheidenen 7,9 Prozent, nachdem er im Gesamtjahr 2012 noch bei 8,7 Prozent gelegen hatte.