Zuken und Gigatronik kooperieren beim Bordnetz-Design

Zuken und Gigatronik Austria haben ihre Produkte E³.cable und Escape zu einer modellbasierten Entwicklungsplattform für den E/E-Engineering-Prozess vereint und planen auch in Zukunft eng zusammenzuarbeiten.

Um die Entwicklungszeiten in der Bordnetzentwicklung reduzieren zu können, ist die Konsistenz der Daten - von der Definition des logischen Funktionsnetzwerks über das Design der Systemarchitektur bis hin zum physikalischen Bordnetz – von entscheidender Bedeutung. Komplettiert wird ein solcher durchgängiger Engineering-Prozess durch die Unterstützung der
Kabelbaumproduktion und der After-Sales-Organisation mit Service-Plänen und Diagnosemodellen.

Escape stellt als Teil von Gigatroniks Tool-Suite grafische Werkzeuge zum durchgängig modellbasierten Engineering von komplexen E/E-Systemen, von der Anforderung bis zum Serien-Code, zur Verfügung. Das Multi-User-System ermöglicht die Integration aller Fahrzeugdomänen und unterstützt die datenbasierte Integration von OEM und Lieferant. Zudem unterstützt Escape die grafische Erstellung logischer Funktionsnetzwerke.

Der Einsatz eines domänenunabhängigen Modells löst Funktionen in Lösungsbausteine auf, die der Anwender danach beliebig auf ein physikalisches Bordnetz abbilden kann. Das so entstandene Modell des Gesamtsystems wird von Zukens E³.cable als Grundlage genutzt, um für die Entwicklung des physikalischen Bordnetzes einen Stromlaufplan automatisch zu generieren. Dieser Layout-Vorschlag lässt sich dann interaktiv im Multi-User-Betrieb weiterbearbeiten.

Das vollständige System in E³.cable besteht aus den beteiligten Komponenten und ihren physikalischen Verbindungen. Der Stromlaufplan lässt sich dann mit zusätzlichen Informationen, wie Drahttypen, Sonderkabel, Querschnitte, Benennungen, die Zuordnung zu Teilkabelsätzen und Konfigurationsinformationen anreichern. Je nach Fahrzeugkonfiguration lassen sich so aus dem Stromlaufplan spezifische Fertigungsunterlagen erzeugen, wie 1:1-Zeichnungen für die Produktion oder beliebige Reports, wie STEP-AP212. Ein weiterer Teilprozess ist die Weiterverwendung der Stromlaufplandaten für Servicepläne, Schulungsunterlagen oder Handbücher.