CES 2018 ZF setzt auf Vernetzung, Autonomes Fahren und KI

Die dritte Generation von ZF ProAI gibt es mit verschiedenen Kühloptionen bis hin zur Flüssigkeitskühlung.
Die dritte Generation von ZF ProAI gibt es mit verschiedenen Kühloptionen bis hin zur Flüssigkeitskühlung.

Intelligente mechanische Systeme mit Cloud-Vernetzung, Mobiltätsdienstleistungen für morgen, autonomes Fahren und ein Supercomputer für Künstliche Intelligenz bestimmen den CES-Auftritt von ZF Friedrichshafen in Las Vegas.

Bereits ein Jahr nach Beginn der Kooperation hat ZF gemeinsam mit dem Partner Nvidia die KI-fähige Steuerbox ZF ProAI zur Serienreife entwickelt. Mit einem Versuchsfahrzeug mit umfangreicher Sensor-Ausstattung und der ProAI-Einheit stellt der Konzern zugleich eine modulare und skalierbare Hard- und Softwarearchitektur für das hoch- und vollautomatisierte Fahren vor.

Ein chinesischer Automobilhersteller wird die Steuerbox als erster Kunde in einem Fahrzeug mit autonomen Fahrfunktionen einsetzen. Für dieses Projekt arbeitet ZF mit Nvidia und Baidu zusammen. Damit erweist sich das Netzwerk von offenen Kooperationen mit anderen Unternehmen, das »Vision Zero Ecosystem«, offenbar als Erfolgsfaktor für ZF, sowohl bei der Umsetzung des strategischen Fernziels einer mobilen Welt ohne Unfälle und ohne Emissionen wie auch bei der Gewinnung neuer, attraktiver Aufträge.

»ZF hält Kurs in Richtung Zukunftstechnologien«, erklärte Michael Hankel, Mitglied des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG auf der CES 2018 in Las Vegas. »Wir freuen uns sehr über diesen ersten Serienauftrag. Er bedeutet, dass wir bei der Demokratisierung des autonomen Fahrens in einem Massenmarkt der Mobilität ganz vorne mit dabei sind.«

Erst vor einem Jahr hatten ZF und Nvidia die KI-fähige Steuerbox als gemeinsames Kooperationsprojekt vorgestellt. Die Supercomputing-Einheit genügt nun sämtlichen Automotive-Standards. Ein auf der CES vorgestelltes ZF-Entwicklungsfahrzeug zeigt, wie sich mit ProAI und einer umfangreichen Sensor-Ausstattung autonome Fahrfunktionen modular und je nach Level der Autonomie skalierbar realisieren lassen.

»Mit unserem Netzwerk von Kooperationen erhöhen wir die eigene Innovationsgeschwindigkeit und schaffen zudem Schnittstellen für die Innovationen unserer Partner«, erläutert Hankel. »Dadurch sind wir sehr früh in einem hochdynamischen Markt präsent, was heute die Voraussetzung ist, um als innovativer Anbieter berücksichtigt zu werden und Aufträge zu erhalten.« Diese Position hat ZF in den vergangenen Monaten konsequent untermauert und beispielsweise das Bezahlsystem »Car eWallet« in Partnerschaft mit UBS und IBM weiterentwickelt. Es flankiert etwa die flächendeckende Einführung der Elektromobilität, da der Fahrzeugnutzer die digitale Geldbörse für die Ladeinfrastruktur nutzen kann. Bei autonom fahrenden Fahrzeugen bietet sich das eigenständige Bezahlen gebührenpflichtige Parkplätze an. Das System basiert auf Blockchain-Technologie und integriert Cloud-Dienste ins Fahrzeug.

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ZF auf der CES 2018

Im Mittelpunkt stehen Vernetzung, Mobilitätsdienste, Autonomes Fahren und KI