Laufender Motor trotz entferntem Schlüssel Zehn Autobauer in den USA verklagt

Eine Sammelklage gegen VW, Daimler, BMW und weitere sieben Autohersteller wurde bei einem Bundesgericht im kalifornischen Los Angeles eingereicht. Automatische Startsysteme ohne traditionelle Schlüssel sollen für mindestens 13 Todesfälle verantwortlich sein.

Die Kläger streben nicht nur eine Entschädigung durch die Autohersteller, sondern auch eine Verfügung an. Diese soll die Hersteller dazu zwingen, eine Vorrichtung einzubauen, die die Fahrzeuge nach einer bestimmten Zeit automatisch ausschaltet, wenn der Fahrer den Pkw verlässt. Zu den Todesfällen kam es unter anderem, als die Motoren der Autos zum Beispiel in Garagen unbeabsichtigt weiterliefen, obwohl die Halter die Schlüssel entfernt hatten. Betroffen sind Fahrzeuge, die sich per Knopfdruck starten und ausschalten lassen, ohne dass dafür ein Schlüssel aktiv betätigt werden muss.

Die genaue Ursache für das Weiterlaufen der Motoren wurde nicht beschrieben. So blieb offen, ob etwa die Nutzer den laufenden Motor nicht per Knopfdruck ausgeschaltet haben, ob eine Fehlfunktion der Start/Stopp-Funktion vorlag oder ob es Probleme mit der in den USA angebotenen Remote-Start-Funktion gab. Um das Fahrzeug vorzuheizen oder zu -kühlen, kann der Motor bei dieser Funktion per Fernbedienung außerhalb des Fahrzeugs gestartet werden.