Keyless-Entry Weiterentwicklung des Autoschlüssels

21 Jahre schlüssellose Startsysteme von Continental
21 Jahre schlüssellose Startsysteme von Continental

Der Autoschlüssel entwickeltt sich weiter: In Zukunft können Access-Systeme berechtigte Personen bei Annäherung ans Fahrzeug erkennen und individuelle Einstellungen bereits auf dem Weg zum Fahrzeug vornehmen.

Neben Sicherheits- und Zuverlässigkeitsansprüchen ist ein wichtiges Ziel bei der Entwicklung eines Schließsystems, den Komfort für Fahrer und Beifahrer in Zukunft weiter zu steigern. Zu den Konzepten, die dazu derzeit verfolgt und umgesetzt werden, zählt die automatische Erkennung des Fahrers durch das Fahrzeug, sobald er sich seinem Auto nähert. Dann kann das System zum Beispiel die Innen- und/oder Außenbeleuchtung aktivieren, um dem Fahrer bei Dunkelheit das Auffinden und Betreten seines Autos zu erleichtern. Personalisierbare Merkmale wie Sitzposition, Klimaeinstellungen und Entertainment-Vorlieben können somit bereits vor Betreten des Fahrzeugs aktiviert werden.

Mit dem Konzept »Approach Unlock« kann sich die Fahrzeugtür bereits bei Annäherung einer autorisierten Person automatisch entriegeln und gegebenenfalls auch schon einen Spalt weit öffnen. Dasselbe System kann das Fahrzeug auch automatisch verschließen, sobald sich sein Fahrer nach dem Abstellen vom Auto entfernt.

Bei der Konzeption und Realisation neuer Access-Lösungen bezieht Continental das Smartphone und Mobilgeräte wie etwa Smart Watches mit ein. Ein Beispiel: der so genannte »Gateway Key«. Dabei übernimmt der vom Fahrer mitgeführte Fahrzeugschlüssel die Rolle eines Mittlers: Er steht über einen sicheren und für den Automobileinsatz geeigneten Funkstandard in Verbindung mit dem Fahrzeug und kann dann seinerseits zum Beispiel Kommandos von einer Smartphone- oder Smartwatch-App per Bluetooth Low Energy empfangen. So lassen sich per App etwa die Türen entriegeln, die Fenster öffnen oder andere Fahrzeugfunktionen fernbedienen. Auch eine Einbeziehung des in vielen Smartphone-Modellen verfügbaren Nahbereichfunks NFC ist vorgesehen.

Das Konzept sieht zudem eine bidirektionale Kommunikation zwischen Fahrzeug, Gateway Key und Smartphone vor, sodass die Übertragungsstrecke auch Informationen aus dem Fahrzeug zum mobilen Endgerät hochladen kann – zum Beispiel die GPS-Daten der aktuellen Fahrzeugposition, den Verriegelungsstatus oder weiterführende Informationen wie Reifendruck, Tankstatus und vieles mehr.

Eine weitere Möglichkeit sollen in Zukunft adaptierbare Schlüssel bieten, die als so genannte Freizeitschlüssel genutzt werden können. Ein Beispiel hierzu ist der »Shadow Key«, die eigenständige Hardware wird in Verbindung mit dem Smartphone dann zum Schlüssel. Das Display des Smartphones wird zum Eingabe-Medium und über die NFC-Schnittstelle wird dieser dann geladen. Das ist für aktuelle Baureihen und für neue Fahrzeugtypen möglich.

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Fertigung von schlüssellosen Startsystemen

1994 hat Continental erste Lösungen geliefert