Wachsender Markt für Automotive-HMI-Systeme

Sprachbasierte, haptische oder HMI-Systeme mit berührungssensitivem Bildschirm erobern den Automotive-Markt. Laut einer Studie von Strategy Analytics soll der weltweite Umsatz mit solchen Systemen bis zum Jahr 2015 auf 2,9 Mrd. Dollar anwachsen.

Mensch-Maschine-Schnittstellen-(Human Machine Interface, HMI)-Systeme finden vermehrt ihren Einsatz im Automotive-Marktsegment. Marktführer, wie Nuance und SVOX, bauen ihre Marktstellung im Segment für Sprachsteuerungen kontinuierlich aus, während Alpine, Clarion, Continental, Harman, Sharp oder Toshiba-Matsushita sich verstärkt auf dem Markt für automobile Multimedia- und Display-Technik konzentrieren.

Automobilhersteller, wie Audi, BMW, Mercedes-Benz, Ford und Fiat investieren derzeit stark in HMI-Technologien. Daher prognostizieren die Marktforscher von Strategy Analytics in ihrer Studie »Automotive HMI: Market Leaders Maintaining Strong Positions«, dass der weltweite Umsatz in diesem Marktsegment bis zum Jahr 2015 auf 2,9 Mrd. Dollar anwachsen wird.

Obwohl bis dato die meisten dieser Systeme nur dem Oberklassesegment vorbehalten sind, gehen die Analysten davon aus, dass sie schnell auch in den Segmente der Mittel- und Kompaktklasse zum Einsatz kommen werden. »Die Nachfrage nach Sprachsteuerungs- und Touchscreen-Systemen für erschwingliche Mittel- und Kompaktklassefahrzeuge steigt kontinuierlich an«, erklärt John Canali, Automotive Analyst bei Strategy Analytics und Verfasser der Studie. »Die HMI-Technologien haben sich so erfolgreich entwickelt, da die OEMs, im Speziellen die des Luxussegments, es sich nicht leisten können, nur eine zweitklassige HMI-Technolgie ihren Kunden anzubieten.«

»Außerdem konnten wir in den vergangenen Jahren einen großen Entwicklungsschritt bei den Sprachsteuerungs- und Touchscreen-Systemen hinsichtlich einen ihrer Qualität und Kosten verzeichnen«, ergänzt Joanne Blight, Automotive Director bei Stategy Analytics. »Um Entwicklungsziele in diesem komplexen Marktsegment erreichen zu können, bedarf es Kooperationen - nicht nur um relevante Lösungen zu entwickeln, sondern vielmehr um die Entwicklungskosten zuu optimieren und Kostenersparnisse durch Massenproduktion zu erreichen.«