Wabco: 300 weitere Mitarbeiter sollen gehen

Wabco will 300 seiner rund 2400 Mitarbeiter der Standorte Hannover und Gronau entlassen. Erst vergangenen Herbst baute der Zulieferer knapp 600 Stellen aufgrund der weltweiten Automobilkrise ab.

Angesichts der anhaltenden Branchenkrise will Nutzfahrzeugzulieferer Wabco 300 Beschäftigte der Standorte Hannover und Gronau betriebsbedingt entlassen. An den beiden betroffenen Standorten fertigt Wabco unter anderem elektronische Brems- und Fahrzeugregelsysteme. Als einen Grund für die eingeleiteten Maßnahmen nannte das Unternehmen, den seit Jahresbeginn um 60 Prozent rückläufigen Auftragseingang.

Derzeit beschäftigt Wabco an den Standorten Hannover und Gronau rund 2400 Mitarbeiter. Seit Beginn der Krise sind bereits 280 Beschäftigte mit befristeten oder Zeitverträgen nicht weiterbeschäftigt worden und rund 320 weitere Mitarbeiter seien über Altersteilzeit oder mit freiwilligen Vereinbarungen ausgeschieden. »Irgendwann ist das Potenzial sozialverträglicher Lösungen erschöpft«, erklärte Wabco-Geschäfsführer Jürgen Heller. Das gelte auch für das Instrument der Kurzarbeit.

Bereits seit März dieses Jahres befinden sich rund 900 Mitarbeiter in Kurzarbeit, die nur noch etwa die Hälfte ihrer Stundenzahl ableisten. Laut Ansicht von Jürgen Heller würde eine Ausweitung der Kurzarbeit die Probleme nicht lösen, da Überkapazitäten abgebaut werden müssen.