Forschung Volkswagen und Stanford University kooperieren

David Geanacopoulos, Executive Vice President for Public Affairs and General Counsel von VWGoA, Dr. Karl-Thomas Neumann, Konzernbeauftragter Elektromobilität von Volkswagen; Bundeskanzlerin Angela Merkel und James Plummer von der Stanford School of Engineering bei der Eröffnung des Volkswagen Automotive Innovation Laboratory (VAIL) auf dem Campus von Stanford. (v.l.n.r.).

Die Volkswagen Group of America (VWGoA) und die Stanford University's School of Engineering eröffneten im Beisein von Bundeskanzlerin Merkel das Volkswagen Automotive Innovation Laboratory (VAIL) auf dem Campus der amerikanischen Universität.

Im Rahmen ihres Besuches in Stanford informierte sich die Bundeskanzlerin über Innovationen in der Automobilbranche und über die Kooperation der Hochschule mit dem Fahrzeughersteller bei geplanten VAIL-Projekten, wie beispielsweise der Initialisierung eines autonom fahrenden Fahrzeugs mit Hilfe eines iPhone Apps. Außerdem stellt Volkswagen der Stanford School of Engineering 5,75 Mio. Dollar an Forschungskapital zur Verfügung.

Die deutsche Delegation um Kanzlerin Merkel besichtigte mit dem Pikes Peak TTS eines der Forschungsprojekte der beiden Partner. Dabei handelt es sich um einen autonom fahrendes Automobil auf Basis eines Audi TTS, den die Forscher mit einer speziellen "Drifting"-Technologie (für kontrollierte Gleit-Manöver) für das weltbekannte "Pikes Peak hill climbing"-Wettrennen ausgestattet haben und mit Hilfe von GPS-Daten navigiert. Das zweite autonome Automobil der Forscher, der Junior 2, kommt auf der DARPA Urban Challange zum Einsatz - einem Wettkampf autonom fahrender Fahrzeuge aus aller Welt. Der Junior 2, auf Basis eines VW Passat, kann Fußgänger, Fahrradfahrer und Verkehrszeichen erkennen und zugleich die Verkehrsregeln befolgen, um im öffentlichen und städtischen Verkehr sicher voran zu kommen. Sein Nachfolger, der Junior 3 (ebenfalls auf Basis eines VW Passat), verfügt überdies über das autonome Parksystem Valet (Deutsch: stummer Diener), dass das Fahrzeug mit Hilfe von Nahfeld-Sensoren in eine Parklücke navigiert. Zudem kann der Fahrer den Junior 3 mit Hilfe eines weiteren iPhone App anrufen, so dass das Fahrzeug die Garage oder Parklücke wieder selbstständig verlässt.

Ein weiteres Projektfahrzeug ist das Solar Car, mit dem die Forscher im Zuge der World Solar Challange 2011 den australischen Kontinent durchqueren wollen. Die 3000 km lange Strecke legt das Fahrzeug allein mit Hilfe des Stroms zurück, den die Solarzellen auf dessen Karbon-Außenhaut produzieren. Der X1 hingegen ist ein modulares X-by-wire-Forschungsfahrzeug, dass die Forscher aus Stanford gemeinsam mit Kollegen der TU Braunschweig entwickelt haben, um neuartige Steuerungsstrategien zu evaluieren. Als letzte Station ihres Aufenthaltes in Stanford besuchte Kanzlerin Merkel den Clean Air A8, der ein Teil von Audis Forschungsinitiative "Clean Air Viable Planet" ist. Um die Entwicklung effizienterer und Sprit-sparender Fahrzeugkonzepte, die weniger Schadstoffe emittieren, zu fördern, kooperiert Audi neben der Stanford University noch mit der UC Berkeley und der UC Riverside. Ein Ziel dieser Initiative ist die Entwicklung von intelligenten Fahrzeugen, die in der Lage sind miteinander und mit ihrem Fahrer zu kommunizieren, um umweltschonender unterwegs zu sein.

"Derartige Kooperationen, wie die von Volkswagen und der Stanford University sind entscheidend für den Weg hin zu einer nachhaltigeren Zukunft. Dank dem Engagement von Bundeskanzlerin Merkel unterstützt die Bundesregierung den Übergang hin zu einer saubereren Mobilität und Energieversorgung mit Hilfe übergreifender politischer Rahmenbedingungen", erklärt Dr. Karl-Thomas Neumann, Konzernbeauftragter Elektromobilität bei Volkswagen. "In diesem Zentrum arbeiten einige der intelligentesten Köpfe daran, unsere Sicht der Dinge hinsichtlich der Mobilität grundlegend zu verändern. Dadurch hoffen wir, Fahrern ein sichereres und umweltfreundlicheres Fahrerlebnis liefern zu können", ergänzt Dr. Burkhard Huhnke, Executive Director des Electronics Research Laboratory von VWGoA.