Volkswagen übernimmt Scania

VW hat das Ringen um die Scania-Anteile gewonnen und sich die Mehrheit am schwedischen Lkw-Hersteller gesichert. Eine Dreierfusion von VW, MAN und Scania rückt nun näher.

Die schwedische Scania-Großaktionärsfamile Wallenberg hat nach langem Zögern ihre Anteile verkauft. Die Stiftungen der Familie Wallenberg und die von ihr kontrollierte Investor AB erhalten knapp 2,9 Milliarden Euro für ihr Aktienpaket an dem skandinavischen Lkw-Hersteller, wie Investor und VW mitteilten. Durch den Erwerb von knapp 135 Millionen stimmrechtsstarken A-Aktien hält VW nun mit 68,8 Prozent der Stimmrechte eine deutliche Mehrheit an Scania.

MAN begrüßte den Schritt von VW. Dadurch würden die Chancen auf eine Zusammenarbeit mit Scania verbessert, ließ das Unternehmen verlauten. Nachdem MAN-Vorstandschef Hakan Samuelsson, früher im Vorstand von Scania, mit einem Übernahmeversuch an den schwedischen Großaktionären gescheitert war, stieg Volkswagen mit fast 30 Prozent bei MAN ein.

MAN hält 17 Prozent der Stimmrechte an Scania. Zusammen kommen die beiden deutschen Unternehmen damit auf mehr als 85 Prozent. Nach Kapitalanteilen hätten VW (37,7 Prozent) und MAN (13,3) nun gemeinsam mehr als 50 Prozent an Scania.

Wie es mit der geplanten Lastwagen-Allianz weitergeht, ist noch nicht abzuschätzen. VW will sein Geschäft mit schweren Lkws in Südamerika in die Allianz mit MAN und Scania einbringen.