Volkswagen: Mikrocontroller von Infineon für Komfortelektronik

Der Autohersteller wird einen Chip der neuen XC2200-Familie von Infineon einsetzen. Er hat die Leistungsfähigkeit eines 32-Bit-Mikrocontrollers und wurde speziell für die Kfz-Komfortelektronik entwickelt.

Mit dem neuen Mikrocontroller will Volkswagen die steigenden Anforderungen an künftige Gateway-Funktionen bei der Vernetzung von Auto-Subsystemen erfüllen. Verschiedene Kommunikationsnetze etwa für Motor- und Getriebesteuerung, Komfortelektronik oder Infotainment, die aus bis zu 50 Einzelsystemen bestehen, müssen im Auto kommunizieren. Dafür zuständig ist das Gateway-Steuergerät mit dem Mikrocontroller. Es muss Daten zwischen den Netzwerken übermitteln, abgleichen und priorisieren. Neben den internen Schnittstellen handhabt es die externe Kommunikation für Software-Updates etwa in der Werkstatt.
 
Für die Gateway-Funktion in den Fahrzeugen der Golf-Plattform sind ab Modelljahr 2009 eine sechste CAN-Schnittstelle und mindestens zwei LIN-Schnittstellen nötig. Einen entsprechenden XC2200-Mikrocontroller entwickelt Infineon derzeit für Volkswagen. Jochen Hanebeck, Senior Vice President Mikrocontroller Infineon Technologie, erklärte dazu: »Den Ausschlag für Volkswagens Entscheidung für einen Mikrocontroller der XC2200-Familie gaben nicht nur die überzeugenden Produkteigenschaften, sondern auch Infineons langjährige Expertise im Automobilmarkt und die etablierten strategischen Kooperationen mit dem Volkswagen Konzern und vielen seiner Elektronik-Lieferanten.«

Die XC2200-Mikrocontroller-Familie ist für die Erfordernisse von Body-Anwendungen im Bereich Automotive konzipiert. Systemhersteller können mit nur einer Hardware- und Software-Architektur fast das gesamte Body-Applikations-Segment abdecken, da die XC2200-Produkte über die gesamte Bandbreite von Low-End bis High-End skalierbar und kompatibel sind.