Visteon prüft Möglichkeit der Insolvenz

Laut dem Wall Street Journal will Visteon einen möglichen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-amerikanischen Insolvenzrechts prüfen lassen. Das es zur Insolvenz wirklich kommt, ist damit allerdings nicht sicher.

Die ehemalige Ford-Tochtergesellschaft ergeht es ebenso wie General Motors und Chrysler, die wegen der weltweiten Automobil- und Wirtschaftskrise finanziell schwer angeschlagen sind. Somit ringt mit Visteon ein weiteres US-Automotive-Unternehmen um seine Existenz.

Vor gut einer Woche veröffentlichte der amerikanisch Zulieferer seine Ergebnisse für das vierte Quartal 2008. Der Umsatz im 4. Quartal mit rund 1,55 Mrd. Dollar bleibt weit hinter dem Vorjahresquartal, mit noch knapp 9,1 Mrd. Dollar zurück. Visteon erwirtschaftete davon rund 22 Prozent in Nordamerika, 37 Prozent in Europa und 35 im Asien-Pazifik-Raum. Der Umsatzeinbruch im vierten Quartal resuliert aus den weltweit stark rückläufigen Verkaufszahlen der Automobilindustrie.

Aufgrund der weltweiten Situation plant Visteon ein weitgreifende Umstrukturierung, um seine Produktionskosten zu minimieren und seine Erlöse zu steigern. Als erste Maßnahme schließt der amerikanische Zulieferer zwei europäische Produktionsstandorte, um seine Anzahl an weltweiten Außenstellen auf 30 zu reduzieren.