Neue Physical-Layer-Spezifikation für MOST150 Verfügbarkeitsrisiko senken

Die Arbeitsgruppe MOST Cooperation erarbeitet eine neue Spezifikation für den Physical Layer der dritten Generation der MOST-Technologie. In diesem Rahmen stellt die BMW Group Anforderungen für künftige MOST-Physical-Layer-Bauelemente. Diese Requirements harmonieren mit denen anderer Fahrzeug- und Gerätehersteller und werden im Rahmen des aktuellen Releases der MOST150-Spezifikation umgesetzt.

Neue Physical-Layer-Spezifikation für MOST150

Die Arbeitsgruppe MOST Cooperation erarbeitet eine neue Spezifikation für den Physical Layer der dritten Generation der MOST-Technologie. In diesem Rahmen stellt die BMW Group Anforderungen für künftige MOST-Physical-Layer-Bauelemente. Diese Requirements harmonieren mit denen anderer Fahrzeug- und Gerätehersteller und werden im Rahmen des aktuellen Releases der MOST150-Spezifikation umgesetzt.

Nach erfolgreicher Implementierung der MOST25-Technologie in mehr als 55 Fahrzeugmodellen unterschiedlicher Hersteller hat nun eine Arbeitsgruppe aus Fahrzeug-, Geräte- und Komponentenherstellern eine neue Physical-Layer-Spezifikation für MOST150 entwickelt. Damit wird eine sechsfach höhere Datenrate für zusätzliche MOSTFunktionen wie isochrones Audio-Streaming und die Übertragung von Ethernet-IP-Paketdaten ermöglicht.

In der ersten Generation des MOST25-Physical-Layer war das Vorgehen in der Spezifikation noch äußerst zaghaft. Man ging zunächst davon aus, dass der Lieferantenwettbewerb bei faseroptischen Transceivern (FOT) viele konkurrierende Lösungsansätze hervorbringen würde. Außerdem wollte man sich die Möglichkeiten offenhalten, die MOST25-Physical-Layer-Spezifikation auch in anderen Bereichen wie A/V-Heimnetzwerken verwenden zu können. Es wurden absichtliche Freiheitsgrade in der Spezifikation gelassen, d.h., „Pin-Out“ und Bauformen der FOT wurden nicht als allgemein verbindlicher Standard spezifiziert. Ähnlich verfuhr man beim MOST-Stecker. Zwar wurde hier eindeutig die Steckkontaktgeometrie zwischen steuergeräteseitiger Stiftwanne und Kabelbaumstecker am Lichtwellenleiter vorgegeben, die Verbindung des Steckers zur FOT aber ließ man undefiniert. Das verfolgte Ziel war, dass sich im Lieferantenwettbewerb aus technischen sowie Kostengründen konkurrierende Lösungen entwickeln können sollten.

Rückblickend auf die resultierenden Technologien der vergangenen Jahre stellt man fest, dass die Lösungsansätze im Wesentlichen nahezu gleich sind. Revolutionäre Schritte wurden kaum gewagt oder konnten sich im konservativen automobilen Markt nicht behaupten. Wenn die Kosten einer neuen potential-aufzeigenden Alternative zunächst gleich sind, wird in Fahrzeugprojekten meistens auf ähnlich ausgeprägte und schon existierende Techniken zurückgegriffen.