US-Bundesstaat Oregon und Holland wollen Mautsysteme einführen

Der US-Bundesstaat Oregon und Holland wollen Mautsysteme einführen. Während Oregon auf eine allgemeine Lösung setzt, will Holland ein intelligentes, Telematik-gestütztes System einführen, das die örtlichen Umweltbelange berücksichtigt.

Die »Road User Fee Task Force« des US-Bundesstaates Oregon will, basierend auf den Ergebnissen eines Beitragserhebungsverfahren, ab Ende 2007 die Einnahmen aus der Mineralölsteuer für die Straßennetzinfrastruktur einsetzen.

Als einen weiteren Teil dieses Umschichtungsprozesses führte das Oregon Department of Transportation (ODOT) von April 2006 bis März 2007 ein Mautsystem-Pilotprojekt durch. Für das Mautsystem soll aber kein GPS-basiertes Meilenzählsystem eingeführt werden. Das ODOT prüft zurzeit mit Hilfe der Regierung von Oregon und einem Konsortium anderer US-Bundesstaaten die Durchführbarkeit dieses Projektes.

Das holländische Ministerium für Transport und Wassermanagement veröffentlichte mit »Making a Start on a Price per Kilometre« einen Bericht, der einen Überblick über die Ergebnisse der vorausgegangenen Studie zur Einführung eines Straßenmauts pro gefahrenen Kilometer, gibt. Die holländisch Regierung verfolgt damit das Ziel, flächendeckend einen Preis pro gefahrenen Kilometer im Jahr 2012 in den Niederlanden einzuführen. Dieser soll nach den Umweltgegebenheiten und der Tageszeit des momentanen Standortes variieren.

Die Analysten von Strategy Analytics glauben, dass die Einführung dieses Mautsystems für die Unternehmen der Automotive-Branche, die in den Niederlanden tätig sind, einen neuen Absatzmarkt generieren wird. Denn für das geplante System werden digitale Kurzstreckenkommunikations- (DSRC) und Kennzeichenerfassungstechnologien (ANPR) sowie telematische Systeme für eine satellitengestütze Kursverfolgung mit integrierten Kommunikationsmöglichkeiten, benötigt.

Damit will Holland als erstes Land in Europa ein intelligentes Mautsystem einführen, das die örtlichen Umweltbelange berücksichtigt.