Ladesteckverbinder Typ-2-Stecker hat sich durchgesetzt

Der einheitliche Ladestecker für Elektroautos in Europa ist da: Nach mehrjährigen Diskussionen hat die Europäische Kommission den Typ-2-Stecker als gemeinsamen Ladestecker festgelegt.

Für Deutschlands Automobilindustrie bedeutet der einheitliche Einsatz des Steckverbinders Typ 2 den Durchbruch. Hierzulande kommt er bereits zum Einsatz. Damit er nun auch unter der Berücksichtigung der Rechts- und Normenlagen in Europa und speziell in Frankreich und Italien eingeführt wird, haben die VDE|DKE-Normungsexperten ein Rechtsgutachten erarbeitet, das eindeutig die Anwendbarkeit des Typ 2 in ganz Europa zeigt und der EU-Kommission für seine Entscheidungsfindung zur Verfügung stand. "Gerade im Bereich der Ladeinfrastruktur ist eine weltweite Harmonisierung der technischen Normen wichtig. Das Elektroauto muss unabhängig von Hersteller und Standort überall aufgeladen werden können", kommentiert VDE|DKE-Normungsexperte Jens Gayko den Durchbruch des Typ-2-Steckers.     

Weltweit gibt es jetzt noch zwei favorisierte Steckertypen aufgrund der Unterscheidung  zwischen Anschlüssen zum Wechselstrom-Laden und Anschlüssen zum Gleichstrom-Laden. Der Steckertyp 1 wird vor allem von japanischen und amerikanischen Firmen bevorzugt und unterstützt aufgrund der dortigen Hausinstallationen nur das einphasige Laden. Typ 2 unterstützt das ein- und das dreiphasige Laden, mit dem höhere Ladeleistungen und kürzere Ladezeiten möglich sind. Die Hersteller, darunter auch amerikanische und japanische, haben sich in Europa darauf geeinigt, dass sämtliche in Europa angebotenen Fahrzeuge bis 2017 mit dem Typ-2-Stecker ausgerüstet werden.