Turbulente Zeiten für Automobilzulieferer

Die »Global Automotive Supplier Study« der internationalen Strategieberatung Roland Berger und der Investmentbank Rothschild zeigt auf, dass der Druck auf die Automobilzulieferer im vergangenen Jahr weltweit weiter zugenommen hat. Trotz guter Bilanzen im Jahr 2007 sind viele Zulieferer auf die Herausforderungen der kommenden Jahre noch nicht ausreichend vorbereitet.

Die Automobilhersteller fordern weitere Kostensenkungen und auf den Rohstoffmärkten wächst der Druck durch steigende Preise. Die Situation wird durch die momentane Finanzmarktkrise und die Abschwächung der Automobil-Konjunktur noch weiter verschärft. Trotzdem waren die Bilanzen der Branche im Jahr 2007 positiv. Überdurchschnittlich schneiden dabei mittelgroße Unternehmen in Westeuropa und Japan ab.

»Die Zulieferer erleben zurzeit einen nie da gewesenen Wettbewerbsdruck«, sagt Marcus Berret, Partner im Kompetenzzentrum Automotive bei Roland Berger. »Steigende Preise für Rohmaterial, Konkurrenz durch Hersteller aus Niedriglohnländern, die Forderung der Autohersteller nach Kostensenkungen, der Ruf nach umweltfreundlichen Innovationen - der Druck kommt von allen Seiten und wird in Zukunft noch weiter zunehmen.«

Aufgrund der stark nachlassenden Automobilkonjunktur in den vergangenen Monaten sehen sich die Automobilhersteller gezwungen, ihre Kosten nochmals in Milliardenhöhe zu senken. Für den Rest des Jahres 2008 und für 2009 ist somit keine Besserung der Situation in Sicht.

Die Untersuchung basiert auf einer Analyse der Finanz- und Leistungszahlen von mehr als 400 global agierenden Automobilzulieferern aus den Jahren 2001 bis 2007.