Innotrans 2014 Treffpunkt der Bahnindustrie

Die Innotrans öffnet von 23. bis 26. September 2014 ihre Pforten.
Die Innotrans öffnet von 23. bis 26. September 2014 ihre Pforten.

Die Bahnen liegen im Trend: Urbanisierung und CO2-Einsparung sowie die Liberalisierung des Schienenverkehrsmarkts sind wichtige Treiber der Bahnindustrie. Dementsprechend verzeichnet die Branche kontinuierliches Wachstum, wobei die größten Chancen aber weder in Europa noch in Asien liegen.

Über 2700 Aussteller aus 51 Ländern versammeln sich vom 23. bis 26. September auf dem Messegelände in Berlin zur Innotrans. Der Anteil der nichteuropäischen Aussteller liegt bei nur 17 Prozent – das Ausstellungsgeschehen wird also sehr europäisch geprägt sein. Allerdings ist die Zahl der asiatischen Aussteller seit der letzten Innotrans vor zwei Jahren um ein Drittel gestiegen. Das ist auch kein Wunder, denn die Asiaten müssen ihr Exportgeschäft antreiben, da Marktstudien, z.B. von Roland Berger, in Asien eine Stagnation des Eisenbahnmarktes erwarten. Nachdem das Hochgeschwindigkeitsnetz in China in den vergangenen Jahren im großen Stil ausgebaut wurde, seien hier keine großen Investitionen mehr zu erwarten. Diese fänden eher in urbanen Bahnprojekten in Indien, Südkorea, Indonesien, Taiwan und Thailand statt. Einen wichtigen Wachstumstreiber sollen dagegen die Golfstaaten darstellen. Die Hoffnung, dass auch in Ägypten und anderen Staaten Nordafrikas in die Eisenbahn investiert wird, wird sich angesichts der ungeordneten politischen Verhältnisse wohl eher nicht erfüllen. Das Klima in Europa ist weiterhin durch die klammen Staatskassen geprägt, so dass hier Zuwächse von allenfalls ein bis zwei Prozent zu erwarten sind.

Sehr viel stärker als vor zwei Jahren engagieren sich auch amerikanische Firmen auf der Innotrans: Allein der US-Gemeinschaftsstand fällt in diesem Jahr doppelt so groß aus. Die Zahl der US-Aussteller ist um 64 Prozent gewachsen. Auch die Aussteller aus Südamerika haben mehr Fläche gebucht: Ihre Präsenz dehnt sich um 70 Prozent aus. Die meisten europäischen Hersteller zeigen mit ihrem Messeauftritt Konstanz und Kontinuität. Mehr Aussteller oder größere Flächen kommen hier eher von den Rändern Europas, etwa aus Portugal, Rumänien und Ungarn. Ein Sonderstellung nimmt die Türkei ein: Sie zählt erstmals zu den zehn am stärksten vertretenen Nationen der Messe.