Energie-Rückgewinnung: Strom aus dem Fahrwerk

Weniger als ein Fünftel der im Kraftstoff gespeicherten Energie wird für den Vortrieb genutzt, ein Großteil der Energie verpufft ungenutzt. Ein amerikanisches Start-up-Unternehmen will nun Strom durch die Bewegung der Stoßdämpfer generieren.

Die amerikanische Firma Levant Power hat ein Stoßdämpfersystem entwickelt, das zu einer Steigerung der Energieeffizienz beitragen könnte.

Die GenShock-Stoßdämpfer sehen konventionellen Varianten ähnlich, verfügen aber über ein Kabel zum Anschluss an das Fahrwerkssteuergerät bzw. ein Power-Management-System. Nach Angaben von Levant Power lassen sich mit dieser Technologie etwa 1,5 bis 6 Prozent Kraftstoff sparen, v.a. bei größeren Fahrzeugen, die im Gelände oder auf schlechten Straßen unterwegs sind. Als Haupteinsatzzweck kommen deshalb in erster Linie Militär-, Bau- und Nutzfahrzeuge in Frage. Neben der Stromgenerierung fungieren die GenShock-Stoßdämpfer gleichsam als Stellglieder für die Fahrwerksregelung. Über eine Veränderung des Generatorwiderstands kann die Dämpferkennlinie an die Fahrsituation angepasst werden, um beispielsweise vor einer Kurve die äußeren Dämpfer zu "verhärten" und so für ein agileres Fahrverhalten zu sorgen.

In gewerblichen Anwendungen soll sich der Mehrpreis für die aktiven Stoßdämpfer in 18 Monaten egalisiert haben.