STMicroelectronics und LG Chem: Verbesserung der Batterietechnologie für Hybridfahrzeuge

STMicroelectronics und das Chemieunternehmen LG Chem haben einen neuen Akkusatz für Kraftfahrzeuge vorgestellt, der Elektro- und Hybridfahrzeugen ein größeres Potential verleiht und den Kraftstoffverbrauch sowie die CO2-Emissionen reduziert.

Der neue Batteriesatz kombiniert die Lithium-Ionen-Akkutechnologie des koreanischen Chemieunternehmens LG Chem mit einem Batterie-Management-Chip von STMicroelectronics.

Die Akkus heutiger Hybridfahrzeuge basieren auf Nickel-Metallhydrid-Technik (NiMH), die mit einfacheren Regelungsschaltungen auskommen, aber ein höheres Gewicht aufweisen und mit niedrigeren Spannungen arbeiten. Der neue Lithium-Ionen-Akkusatz von LG Chem koordiniert die Lade-  und Entladezyklen mithilfe des eingebauten Batterie-Management-Chips von ST, der für einen sicheren Betrieb sorgt und die Langzeit-Zuverlässigkeit der Li-Ion-Batterietechnologie in anspruchsvollen Einsatzumgebungen wie Kfz-Antrieben sicherstellt.

»Durch die zuverlässige Regelung der Lade  und Entladezyklen wird die Li-Ion-Akkutechnologie zum führenden Anwärter für künftige Hochleistungs-Applikationen«, erläutert Dr. MH Kim, Vice President im Battery Research Institute von LG Chem. »Das Bestreben, den Verbrauch fossiler Brennstoffe und den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren, ist Bestandteil der Produktentwicklungs-Strategie von STMicroelectronics. Die Lösung von LG Chem und ST reduziert das Gewicht des Li-Ion-Akkusatzes und erhöht dessen Zuverlässigkeit. Die Li-Ion-Technologie wird damit für neue Anwendungen interessant, von elektrisch betriebenen Motorrollern und Fahrrädern bis zu Schwerlastwagen«, fügt Marco Monti, General Manager, Power Train and Safety Division, Automotive Product Group bei STMicroelectronics, an.

STMicroelectronics produziert den Batterie-Management-Chip mit seiner proprietären Bipolar-CMOS-DMOS-Technologie (BCD). Diese kombiniert digitale Logikschaltungen, analoge Messschaltungen und Leistungstransistoren auf ein und demselben Halbleiter-Chip. Jeder Chip kann bis zu zehn Li-Ion-Zellen steuern und enthält eine Schnittstelle, um mit anderen Batterie-Management-Chips in einem System zu kommunizieren. Dank dieser Kommunikationsfähigkeit lassen sich bis zu 32 Batteriemanagement-Chips hintereinander schalten und für das Management von Akkusätzen nutzen, die die Elektromotoren mit einer Spannung bis zu 1600 V versorgen können.