Fehlerspeicher Steuergeräte effizient testen

Fehlerspeicher richtig nutzen
Fehlerspeicher richtig nutzen.

Mit dem Fehlerspeicher lassen sich Fahrzeugprobleme frühzeitig erkennen und beseitigen. Darum sollte die korrekte Eigendiagnose mit dem Fehlerspeicher bereits während der Entwicklung durch umfangreiche Tests überprüft werden.

Wie wichtig gute Diagnosefunktionen für erfolgreiche Fahrzeuge sind, zeigen unzählige Berichte, in denen Fahrzeugdefekte erst nach mehrfachen Reparaturversuchen behoben werden konnten. Das verursacht unnötigen Ärger sowie Kosten und schadet dem Hersteller-Image. Die Devise muss also lauten: „Wenn es einen Defekt gibt, dann muss er schnell und zielgerichtet behoben werden."

Der Fehlerspeicher zeichnet Unregelmäßigkeiten auf, ehe diese zu einem endgültigen Komponentenausfall führen. Durch regelmäßige Fahrzeugwartung in der Werkstatt lässt sich ein Defekt erkennen und beheben, bevor er ungünstige Auswirkungen zeigt. Auch während der Produktentwicklung sind Diagnosefunktionen wichtig, denn in Test- und Erprobungsphasen treten naturgemäß vermehrt Fehlerzustände auf. Mit Hilfe geeigneter Daten aus dem Fahrzeug sind diese leichter und eventuell sogar ohne weitere Messgeräte zu diagnostizieren. Darum ist es wichtig, Fehlerzustände korrekt im Fehlerspeicher zu protokollieren.

Anhand des verbreiteten Unified-Diagnostic-Service- (UDS-) Standards ISO 14229 ist nachfolgend erläutert, welche Daten zur Fehlerdiagnose bereitgestellt werden. Zentrales Element des UDS-Standards sind 24‑bit-Fehler-Codes. Die meisten Fehler-Codes identifizieren herstellerspezifische Fehlerursachen, zum Beispiel „Battery voltage – voltage too low“. Darüber hinaus sind durch den Standard bestimmte Fehler-Code-Gruppen festgelegt, beispielsweise Antriebsstrang.

Für jeden Fehler-Code zeigt eine 8-bit-Statusmaske an, ob und wann der Fehler aufgetreten ist, beispielsweise als „Test not passed since current power up“. Noch mehr Zusatzdetails lassen sich in optionalen Umgebungsdaten ablegen. Diese sind herstellerspezifisch und vermerken weitere hilfreiche Messdaten, wie die Anzahl der Fehlerereignisse und bei welchem Kilometerstand der Fehler zum ersten und/oder letzten Mal beobachtet wurde.