Sicherheit Stereokamera von Conti zur Fußgängererkennung

Der Automobilzulieferer Continental hat im Rahmen seines Sicherheitskonzepts ContiGuard eine Stereokamera entwickelt, die Fußgänger und Querverkehr erkennen soll.

Mit nur einer einzigen Aufnahme ist das System in der Lage, Hindernisse zu erkennen und zu klassifizieren. Menschen, Tiere, andere Fahrzeuge oder auch Gegenstände können hinsichtlich Entfernung und Größe eingeordnet werden.

"Da die Stereokamera gleichzeitig die aus der Monokamera bekannten Assistenten wie Spurhaltung, Verkehrszeichenerkennung und intelligente Lichtsteuerung realisiert, gehen wir davon aus, dass sie mittel- bis langfristig einen neuen Trend setzen und in allen Fahrzeugklassen verfügbar sein wird – vom Kleinwagen bis zum Premiumfahrzeug“, so Dr. Andreas Brand, Leiter des Geschäftsbereichs Passive Safety und ADAS bei der Continental-  Division Chassis & Safety.

Die Continental-Stereokamera besteht aus zwei hoch auflösenden CMOS-Monokameras, die mit einem Abstand von etwa 20 cm in einem Gehäuse hinter der Windschutzscheibe installiert sind. Durch die perspektivischen Unterschiede zwischen den beiden CMOS-Sensoren kann die Auswerteelektronik auf einer Entfernung von etwa 20 bis 30 m die Entfernung eines Objektes mit einer Genauigkeit von 30 cm bestimmen; ebenso dessen Höhe über der Fahrbahn. Da zwei getrennte optische Pfade vorliegen funktioniert das System auch unter erschwerten Bedingungen, beispielsweise bei schwierigen Lichtbedingungen oder wenn sich Objekte überdecken.

Zudem kann mit Hilfe der Stereokamera nicht nur die Position eines Objekts bestimmt werden, sondern auch dessen Bewegung. Für jeden Pixel eines erkannten Objekts kann eine Bewegungsrichtung auf der horizontalen, vertikalen und longitudinalen Achse bestimmt werden.