Megastädte Stadtentwicklung fördert Elektromobilität

Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan hat in einer aktuellen Studie die weltweiten Marktperspektiven für Elektrofahrzeuge der Klassen: Elektroautos für den Nahverkehr, den Stadtbereich, mit erhöhter Reichweite sowie Hochleistungselektroautos untersucht.

„Die meisten Büros, die es zukünftig in den inneren Randbezirken und den Stadtzentren geben wird, werden in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten zur Nahversorgung und Wohngebieten für Haushalte der Gruppe Double/Single-Income-No-Kids liegen“, meint Anjan Hemanth Kumar, Team Leader der Gruppe Automotive & Transportation bei Frost & Sullivan. “In Megastädten werden Büros und Wohnung aller Wahrscheinlichkeit nach nahe beieinander liegen und dies schafft günstige Voraussetzungen für den Einsatz von Elektrofahrzeugen.“

Wachsende Bedenken im Hinblick auf Treibhausgase und die Verknappung der fossilen Brennstoffquellen unterstützen zusätzlich den Trend zu Elektroautos. Autohersteller arbeiten zurzeit an Geschäftsmodellen, die Auto und Energie unter einem Dach anbieten und damit eine Fülle an Möglichkeiten für Energieversorger, Lieferanten und Finanzierungsunternehmen eröffnen.

Um das Interesse von Konsumenten für die Early-Adopter-Phase zu wecken, bauen Hersteller schnittige und sportliche Elektrofahrzeuge. Dabei sind Reichweiten von über 160 km und die Verbesserung der Kapazität und der Sicherheit bei den Akkus die Hauptpunkte, auf die sich die Hersteller der Fahrzeuge konzentrieren. Die Anschaffung eines Elektroautos der Startphase wird zunächst jedoch aller Voraussicht nach unerschwinglich sein.

Um diese Preishürde zu überwinden, haben verschiedene staatliche und lokale Regierungen inzwischen eine Reihe von gesetzlichen Vorschriften, Zuschüssen und Steuerermäßigungen erlassen, die den Herstellern dazu verhelfen, ihre Fahrzeuge zu erschwinglichen Preisen auf den Markt zu bringen.

„Mit dem Aufkommen der Technologie der Lithium-Ionen-Akkus und innovativen Finanzierungsmodellen ist die Automotive-Branche startklar für ein revolutionäres Geschäftsszenario”, erläutert Kumar. „Erstausrüstern (OEMs) bleibt im Grunde nichts anderes übrig als aufzuspringen und sich mit dem Thema Energiekrise auseinander zu setzen.”

Vereinigungen von OEMs, Akku-Herstellern und Energieversorgungsunternehmen sowie deren enge Zusammenarbeit untereinander werden die Einführung von Elektrofahrzeugen beschleunigen. Die Marktteilnehmer könnten indes auch mit Umweltvertretern zusammenarbeiten, um weitere Vorteile zu gewinnen.