Siemens verkauft VDO

Mit dem größten Zukauf in seiner Geschichte hat sich Continental für 11,4 Mrd. Euro alle Anteile der Siemens VDO Automotive AG gesichert.

Zusammen erzielen beide Unternehmen einen Jahresumsatz von 25 Mrd. Euro und haben knapp 140 000 Beschäftigte.

Der Verkauf von VDO ist Teil der Siemens-Strategie, sich auf die drei Felder "Energy and Environmental Care", "Automation an Control and Industrial an Public Infrastructures" und "Healthcare" zu konzentrieren. Vorstandsvorsitzender Peter Löscher will seinen Konzern somit "fokussierter, weniger komplex und schneller machen."

Gleichzeitig mit dem Verkauf von VDO hatte Siemens die geplante Übernahme des amerikanischen Medizintechnik-Herstellers Dade Behring für rund 5 Mrd. Euro bekannt gegeben.

Continental will mit dem Kauf von Siemens VDO sein Angebot vervollständigen und seine Marktposition ausbauen. Vorstandsvorsitzender Manfred Wennemer sieht ab dem Jahr 2010 ein Einsparpotential von 170 Mio. Euro jährlich. Der Vollzug des Erwerbs soll bis Ende des vierten Quartals 2007 und die Integration des neuen Unternehmensteils bis 2009 abgeschlossen sein.

"Es ist völlig klar, dass es im Zuge des Gesamtprojekts auch zu Restrukturierungsmaßnahmen kommen wird. Dabei werden wir zunächst die unter Siemens-Regie von der Siemens VDO Automotive AG erarbeiteten Pläne zügig umsetzen", betonte Wennemer. 

Als Vorläufer von VDO wurde der Bereich Siemens Automobiltechnik vor rund 20 Jahren im Konzern gegründet. Im Jahr 2001 hatte sich die Sparte mit Mannesmann VDO zusammengeschlossen. Im Geschäftsjahr 2006 erzielte Siemens VDO einen Umsatz von 10 Mrd. Euro und beschäftigte 53 000 Mitarbeiter.