Siemens VDO: Elektronik statt Hydraulik

In 15 Jahren will Siemens VDO hydraulische Systeme in Autos durch elektronische ersetzen. 2010 soll mit der elektronischen Keilbremse, ein vollständig elektrisches Bremssystem auf den Markt kommen.

Die elektronische Keilbremse nutzt die Selbstverstärkung eines Bremskeils, um aus der Bewegungsenergie des Fahrzeugs Bremskraft zu erzeugen. Der Bremsimpuls des Fahrers wird dabei elektronisch an die Bremsen weitergegeben. Durch eine Ansteuerungselektronik der Bremsaktoren blockieren die Räder auch bei einer Vollbremsung nicht.

Die Bremsregelung überprüft dabei 1000 mal pro Sekunde die Position des Bremsklotzes. DEKRA-Tests bescheinigen der elektronischen Keilbremse einen um rund 15 Prozent kürzeren Anhalteweg im Vergleich zu Hydraulikbremsen.

Im Jahr 2010 sollen alle Tests abgeschlossen sein, so dass die elektronische Keilbremse in Serie gefertigt werden kann.

Diese Entwicklung gehört zum „eCorner-Konzept“ von Siemens VDO. So sollen beispielsweise die hydraulische Radaufhängung und Lenkung, durch elektronische Systeme ersetzt werden. Ganz wegfallen wird dabei auch der Verbrennungsmotor, an dessen Stelle dann der Elektromotor tritt. In 15 Jahren soll diese Technik in den so genannten  „Drive-by-Wire“-Autos eigesetzt werden.