3. Elektronik automotive congress Sicherheit und Umwelt im Fokus

Am 11./12. Mai 2011 fand im Forum im Schlosspark in Ludwigsburg der 3. Elektronik automotive congress statt. Eingerahmt von zwei prominenten Keynote-Sprechern boten 18 Fachvorträge fundierte Informationen zu den Themenbereichen Fahrerassistenzsystem, Software-Entwicklung, Infotainment und Energieeffizienz.

Die Moderation der Veranstaltung lag in den bewährten Händen von Prof. Dr. Dieter Nazareth (Hochschule Landshut), der in gewohnt professioneller Manier durch das Programm führte und den Vorsitz der Themenblöcke "Sichere und kosteneffiziente Fahrerassistenzsysteme" sowie "Software-Entwicklung mit AUTOSAR und ISO 26262" übernahm. Unterstützung erhielt er durch Industrieveteran Herbert Sax (ehem. STMicroelectronics), der die Themen "Infotainment-Systeme entwickeln und bedienen" sowie " Energie, Effizienz, Elektromobilität" moderierte.

Der Kongress begann bereits mit einem Höhepunkt: der Keynote des Brose-Entwicklungs-Geschäftsführers und ZVEI-Vorsitzender der Automotive Product Group Peter Gresch, der über aktuelle Markt-Trends innerhalb der Automobilelektronikwelt referierte. Gresch ging dabei auf die Entwicklung der weltweiten bzw. lokalen Fahrzeugproduktion ein und schloss dabei den Bogen zur Entwicklung des automobilen Mikroelektronikmarkts. Neben den Innovationstreibern in diesem Bereich - am Beispiel eines aktuellen Premiumfahrzeugs erläutert - galt anschließend die Aufmerksamkeit dem Thema Elektromobilität. Peter Gresch ging dabei der Frage nach, ob hier echte Wachstums-Chancen vorliegen oder ob es sich letztlich nur um einen Hype handelt. Anhand verschiedener potentieller Zukunftsszenarien wurden zudem die technologischen Herausforderungen der Elektromobilität skizziert und abschließend dargelegt in welcher Form der Branchen-Verband ZVEI dieses Thema vorantreibt.

Daten nicht nur schnell sondern auch sicher zu übertragen ist das Anliegen von Dr. Bernd Sostawa. In seinem Vortrag über die Skalierbare Vernetzung von Fahrerassistenzsystemen zeigte er, wie sich der synchrone Datenkanal von MOST - eigentlich in der Infotainment-Welt beheimatet - für eine Datenübertragung mit geringer Latenzzeit und hoher Datengüte eignet. Von der System- bis hinunter auf Bit-Ebene stiegen Markus Römer (Inova Semiconductor) und Dr. Thomas Wirschem (National Semiconductor), die in ihren Vorträgen jeweils eine Chip-Satz-Lösung zur Übertragung von Bildinformationen darstellten.

Neben AUTOSAR ist Anforderungs-Management eines der wichtigsten Mittel um die zunehmende Komplexität bei der Entwicklung von Fahrzeugarchitekturen zu beherrschen. Deshalb zeigte Andreas Willert (Willert Software Tools), der auch am ersten Veranstaltungstag mit zwei Workshops die Teilnehmer begeistern konnte, in seinem Vortrag Effizientes Requirements Engineering, wie sich redundanten Informationen vermeiden lassen bzw. welche Anforderungen an ein entsprechendes Werkzeug zu stellen sind. Gleichzeitig erörterte er den Aufwand und die wichtigsten Schritte für die Umstellung von einem Dokumenten-basierten zu einem Repository-zentrierten Anforderungs-Management.

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3. Elektronik automotive congress

Bilder und Eindrücke der Veranstaltung vom 11./12. Mai 2011 in Ludwigsburg