Branchen-Roundtable Sicherheit im Connected Car

Branchenvertreter forderten auf einem von NXP organisierten Roundtable in München die Einführung von Sicherheitsstandards und die Schaffung klarer Rahmenbedingungen.

Lars Reger (NXP) verglich die heutigen Autos mit den PCs Ende der 80er Jahre: „Damals gab es keine großflächigen Virenangriffe, da die Computer noch nicht vernetzt waren. Je vernetzter also Autos werden, umso mehr Sicherheit ist nötig. Keiner käme auf die Idee, ein Haus ohne Türschloss zu bauen. Auch die digitalen Schnittstellen müssen gesichert werden – da muss die Autoindustrie nachlegen.“

Dem stimmte auch Willem Bulthuis (Secunet) zu: „Nur eine Sicherheitsbarriere um das Auto, vergleichbar mit dem Gartenzaun um das Haus, genügt nicht. Jedes einzelne Element muss höchsten Sicherheitsstandards genügen und die Komponenten müssen sicher miteinander kommunizieren können, vom Dienst in der Cloud bis zum Aktuator im Fahrzeug, um eine rundum sichere Lösung zu realisieren.“

Hier können die Automobil-Entwickler von den Erfahrungen aus anderen Branchen lernen, bei denen genau solche Fragen schon adressiert werden. „In unseren M2M-Produkten verwenden wir beispielsweise Sicherheitsfeatures, die auch im Bankenwesen eingesetzten werden, um Firmware, Applikationen und Nutzerdaten zu schützen“, erläuterte Dr. Dirk Reimer (Telit).