Einfacher und kostengünstiger Datenaustausch mit LIN Serielle Bussysteme im Automobil III

Die LIN-Bustechnik hat sich in kürzester Zeit für den einfachen und kostengünstigen Datenaustausch im Automobil etabliert. Viele Kfz-Hersteller setzen heute zur Übertragung von unkritischen Signalen im Komfortbereich auf LIN. Der folgende Beitrag zeigt die Gründe für den Siegeszug von LIN (Local Interconnect Network) im Automobil auf und erläutert die dahinter stehende Technik.

Teil 3: Einfacher und kostengünstiger Datenaustausch mit LIN

Die LIN-Bustechnik hat sich in kürzester Zeit für den einfachen und kostengünstigen Datenaustausch im Automobil etabliert. Viele Kfz-Hersteller setzen heute zur Übertragung von unkritischen Signalen im Komfortbereich auf LIN. Der folgende Beitrag zeigt die Gründe für den Siegeszug von LIN (Local Interconnect Network) im Automobil auf und erläutert die dahinter stehende Technik.

Die steigenden Ansprüche der Autofahrer an den Fahrkomfort führten zu einer breiten Elektronifizierung in diesem Bereich der Fahrzeugtechnik. Dies spiegelt sich in der Migration vieler elektronischer Komponenten in den Komfortbereich wider. Lange Zeit war es üblich, die immer größere Zahl von Sensoren, Aktoren und Motoren direkt mit einem zentralen Steuergerät zu verbinden.

Diese Entwicklung stieß allmählich an ihre Grenzen: Hatte sie doch einen rasanten Anstieg des Verkabelungsaufwands zur Folge, begleitet von größerem Platzbedarf, zunehmendem Gewicht und einer deutlich höheren Störanfälligkeit. Zudem erforderte die zunehmende Individualisierung viele unterschiedliche Kabelbaum- und Steckervarianten, was wiederum die Produktion, Installation und Wartung erheblich erschwerte.

Die Entwickler erkannten schnell, dass auch in dieser Kfz-Applikationsdomäne eine Vernetzung der Komponenten über ein Bussystem die ideale Lösung darstellen würde. Da jedoch der CAN-Bus für den kostensensiblen Sensor-/Aktor-Bereich nicht in Frage kam, begannen bereits Mitte der 1990er Jahre viele Kfz-Hersteller und -zulieferer mit der Entwicklung eigener Sensor-/Aktor-Bussysteme.

Nach und nach entstanden zahlreiche kostengünstige und einfache, aber proprietäre Sensor-/Aktor-Busse. Im Jahr 2000 kam mit LIN ein weiteres serielles Bussystem für den Sensor-/ Aktor-Bereich auf den „Vernetzungsmarkt“. Diese Technologie setzte sich auf breiter Front durch, so dass man LIN inzwischen in fast jedem Fahrzeug findet, typischerweise in den Komfort-Anwendungen wie Klima-, Sitz-, Tür- und Spiegelsteuerung.

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