dSpace Schnelle Closed-Loop-Modellberechnung

Das neue DS1007 Processor Board von dSpace.
Das neue DS1007 Processor Board von dSpace.

Das neue DS1007 Processor Board soll bei der Berechnung schneller Regelkreise für mehr Leistung sorgen. Typische Beispiele für rechenintensive Anwendungen finden sich etwa bei elektrischen Antrieben oder der aktiven Schallunterdrückung, denn hier erfordern einige Tasks extrem kurze Zykluszeiten.

Das DS1007 erfüllt laut Angabe von dSpace sowohl die Anforderungen an hohe Rechenleistung als auch geringe Latenzzeit bei I/O-Zugriffen mit Hilfe seiner PowerPC-Architektur auf Basis des Freescale QorlQ-P5020-DualCore-2-GHz-Prozessors. Dieser Prozessor verfügt über eine parallele Schnittstelle zwischen I/O-Peripherie und Rechenkernen und ermöglicht schnelle I/O-Einzelzugriffe mit geringer Latenz. Da in der Hochleistungsregelungstechnik die Latenzzeit bei I/O-Einzelzugriffen eine wesentliche Rolle für die Gesamtleistung spielt, ergeben sich dadurch erhebliche Vorteile gegenüber x86-Architekturen, bei denen die I/O seriell über PCIExpress angebunden ist. Als Resultat lassen sich trotz geringerer Rechenleistung höhere maximale Closed-Loop-Abtastraten erreichen.  

Simulink-Modelle werden mit der grafischen Benutzeroberfläche „Real-Time Interface für Multiprozessorsysteme“ konfiguriert und auf die beiden Prozessorkerne verteilt. Auf diese Weise lässt sich die Partitionierung der Modelle zur optimalen Auslastung der Prozessorkerne schnell und einfach realisieren sowie die Spezifikation der Kommunikationskanäle zur Datenübertragung zwischen den Kernen definieren. Dies führt zu einer erheblichen Beschleunigung bei sehr detaillierten und rechenintensiven Modellen.

Die GBit-Ethernet-Schnittstellen des DS1007 Boards ermöglichen sowohl eine direkte Verbindung per Ethernet-Kabel zum Host-PC als auch einen Datenaustausch mit Ethernet-basierten Geräten mit sehr hohem Datendurchsatz. Außerdem verfügt das DS1007 über eine USB-Schnittstelle, die beispielsweise eine Langzeit-Datenaufzeichnung per USB-Stick oder USB-Festplatte möglich macht.