Saab/Opel: Retten was zu retten ist

Auf Beschluss des Aufsichtsrates stellt Saab Antrag auf Insolvenz, um den Weg für eine eigenständige Zukunft zu ebnen. Als mögliche Rettung für den angeschlagenen schwedischen Automobilhersteller kommt nach Berichten eine Kooperation mit Opel in Frage.

Saab will die Produktion aber zunächst fortsetzen. Mit dem Insolvenzantrag für Saab will GM den Weg für eine selbständige Zukunft der schwedischen Tochter ebnen. Weiter teilte das Unternehmen mit, dass die 4000 Beschäftigten bei einer Betriebsversammlung über die Fortsetzung der Produktion unter einem Insolvenzverwalter informiert werden sollen. Kurz zuvor hatte die Regierung von Schweden alle Hilferufe des finanziell angeschlagenen Mutterkonzerns GM abgewiesen.

Wie die Stockholmer Zeitung Expressen berichtet, ist ein Zusammenschluss von Saab und Opel als Rettungsmaßnahme für beide europäische GM-Töchter nicht ausgeschlossen. Saab fährt seit mehreren Jahren hohe Verluste ein. Beobachter berichten, dass der Insolvenzantrag die Konsequenz auf Versuche von Seiten Saabs ist, die hohen Schulden durch Zahlungseinstellung oder Zahlungsaufschübe gegenüber Lieferanten zu vermindern.