Rücker mit positiver Prognose für das Geschäftsjahr 2008

Unbeeinflusst von der aktuellen Finanzkrise und den schwindenden Verkaufszahlen in der Automobilindustrie ist die Auftragslage bei Rücker weiterhin erfreulich, da die rege Nachfrage wichtiger internationalen Automobilhersteller anhält. Dadurch rechnet das Unternehmen mit einem erneuten Umsatz- und Ergebniszuwachs in 2008.

Dies betonte Jürgen Vogt, Finanzvorstand von Rücker, heute in einem Vortrag beim Finance Gipfel 2008 in Berlin. Außerdem verwies er darauf, dass Rücker ein Langfristgeschäft betreibe und daher von temporären Einflüssen meist verschont bleibe: »Davon profitieren wir. Denn wir arbeiten heute an der Entwicklung von Fahrzeugen mit verbrauchsarmen Antrieben, die jedoch erst in einigen Jahren auf die Straße kommen.«

Vogt betonte weiter, dass die Autohersteller seit einiger Zeit die Zeiträume vom Beginn der Planung und der Entwicklung am Bildschirm bis zur Aufnahme der Produktion spürbar verkürzen. Während früher die Entwicklungsphase für ein Auto mehr als sieben Jahre umfasste, würden heute neue Modelle bereits nach drei, vier Jahren und damit erheblich schneller auf den Markt gebracht. Dies sei eine Folge der rasanten, technologischen Entwicklungsfortschritte.

Dabei würde auch die gestiegene Nachfrage nach verbrauchsarmen Autos und nach alternativen Antriebssystemen laut Vogt eine maßgebliche Rolle spielen. Hinzu käme eine zunehmende Varianten-Vielfalt. Außerdem profitiere Rücker von der zunehmenden Vergabe von Technologie-Dienstleistungen durch die Autohersteller an externe Ingenieurgesellschaften.

Angesichts des anhaltenden Mangels an qualifizierten Ingenieuren in Deutschland kündigte Vogt neue Wege an, um die derzeit über 100 offenen Ingenieurstellen im Unternehmen zu besetzen: »Die schwierige Suche auf dem deutschen Arbeitsmarkt treibt uns zur Internationalität. Daher werden wir künftig intensiver im Ausland Ingenieure suchen und vielfältiger als bisher Entwicklungsaufgaben ins Ausland transferieren.«