Rohstoffmangel bremst Verbreitung von Hybridautos

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, könnte es in den nächsten Jahren zu Engpässen in der Versorgung mit »seltenen Erden«, wie Lanthan und Neodym - einer Klasse von Metallen – kommen, die für den Bau von Hybridautos essentiell sind.

Die Elemente Lanthan und Neodym spielen eine wichtige Rolle bei der Herstellung leistungsfähiger Magnete und Batterien für Elektromotoren. China als Marktführer beim Abbau dieser »seltenen Erden« soll laut Berichten der FTD planen, den Export dieser Güter stark zu beschränken und die Vorkommen für den Eigenbedarf zu nutzen.

Dies könnte für nicht-chinesische Produzenten von Industriegütern, wie unter anderem der Automobilindustrie, einen Versorgungsengpass beziehungsweise ein Versorgungsstopp mit wichtigen Grundstoffen bedeuten. Damit könnten sich die Wettbewerbsbedingungen stark zu Gunsten chinesischer Hersteller verschieben. Für die Metalle Yttrium, Thulium und Terbium soll gar ein vollständiges Exportverbot gelten. Für andere seltene Erden wie Neodym, Lanthan, Zer und das in Lasern eingesetzte Europium ist eine Gesamtexportquote von 35.000 Tonnen pro Jahr geplant.

Das Ende des Hybrid-Siegeszuges?

Die Pläne der chinesischen Regierung dürften dem Markt bis ins Mark erschüttern, da bis dato rund 97 Prozent des weltweiten Bedarfs aus chinesischen Erzminen stammt. Außerdem warnen zahlreiche Experten schon lange davor, dass der Bedarf an »seltenen Erden« bereits zum Jahr 2015 die tatsächliche Produktion um 40.000 Tonnen übersteigen könnte.